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Persönliche Schutzausrüstung (PSA) im Malerhandwerk: Sicherheit, Schutz und Professionalität im Alltag

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) im Malerhandwerk: Sicherheit, Schutz und Professionalität im Alltag

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
ASATEX AG
22.06.2026

Sichtbar sauber, spürbar geschützt – im Malerhandwerk zeigt sich Professionalität nicht nur im Ergebnis, sondern auch in der Vorbereitung.

Wer täglich mit Farben, Staub und Lösemitteln arbeitet, ist unsichtbaren Risiken ausgesetzt. Persönliche Schutzausrüstung (PSA) sorgt dafür, dass aus Routine keine Gefahr wird.

Viele Gefahren im Malerhandwerk sind bekannt – werden im Arbeitsalltag jedoch häufig unterschätzt. Gerade weil Tätigkeiten wie Schleifen, Lackieren oder Reinigen täglich stattfinden, werden Schutzmaßnahmen oft vernachlässigt. Dabei entstehen Risiken nicht plötzlich, sondern kontinuierlich über den gesamten Arbeitstag hinweg.

Warum PSA im Malerhandwerk unverzichtbar ist

Ob beim Lackieren, Schleifen oder Reinigen – Fachkräfte sind regelmäßig Feinstaub, Farbnebel und Lösemitteln ausgesetzt. Hinzu kommen körperliche Belastungen sowie Risiken bei Arbeiten auf Leitern und Gerüsten.

Typische Gefahren im Maleralltag:

  • Feinstaub und Sprühnebel
  • Hautkontakt mit Farben und Chemikalien
  • Dämpfe und Lösemittel
  • Sturzrisiken bei Arbeiten in der Höhe
  • Mechanische Belastungen im Arbeitsalltag

Die richtige persönliche Schutzausrüstung (PSA) schützt zuverlässig vor diesen Gefahren und sorgt gleichzeitig für mehr Komfort, Effizienz und ein professionelles Auftreten im Kundenkontakt.

Schutzfunktionen moderner PSA

Moderne PSA schützt nicht nur vor akuten Verletzungen, sondern trägt wesentlich zur Reduzierung langfristiger Gesundheitsrisiken bei.

  • Atemschutz filtert Staub, Partikel und Dämpfe
  • Schutzanzüge reduzieren Hautkontakt mit Farben oder Chemikalien
  • Schutzbrillen schützen vor Spritzern und feinen Partikeln
  • Ergonomische Schnitte erhöhen Komfort und Bewegungsfreiheit
  • Arbeitskleidung schützt private Kleidung und reduziert Verschleiß

Einwegschutzanzüge senken zusätzlich den Reinigungsaufwand und halten Arbeitskleidung länger sauber – ein klarer Vorteil im täglichen Einsatz.

Einheitliche Arbeitskleidung mit Firmenlogo stärkt zusätzlich das professionelle Erscheinungsbild eines Betriebs – besonders im direkten Kundenkontakt.

Welche Normen gelten für Maler-PSA?

Persönliche Schutzausrüstung sollte den geltenden europäischen  Normen  entsprechen. Sie stellen sicher, dass Schutzkleidung und Ausrüstung auf ihre jeweilige Schutzwirkung geprüft wurden.

Wichtige Standards im Überblick:

  • EN ISO 13688: Allgemeine Anforderungen an Schutzkleidung
  • EN 149: Atemschutzmasken (FFP1–FFP3)
  • EN 166: Schutzbrillen und Augenschutz
  • EN 12941: Gebläseatemschutzsysteme mit TH3-Schutzklasse
  • EN 13034 Typ 6: Schutz gegen leichte Chemikalienspritzer und Sprühnebel

Diese Normen helfen dabei, PSA gezielt nach Einsatzgebiet auszuwählen und Schutzmaßnahmen fachgerecht umzusetzen.

Arbeitskleidung für Maler: funktional und professionell

Weiße Arbeitskleidung steht im Malerhandwerk traditionell für Sauberkeit, Präzision und ein professionelles Auftreten beim Kunden.

Empfehlenswerte Basisausstattung

Einwegschutzanzüge für staubige und lackintensive Arbeiten

Bei Schleifarbeiten oder beim Spritzen von Lacken sind Einwegschutzanzüge eine sinnvolle Ergänzung. Sie schützen Kleidung und Haut vor Staub, Farbpartikeln und feinem Sprühnebel.

Typische Einsatzbereiche und Produkte

Einweg-PSA ist hygienisch, schnell einsatzbereit und spart Zeit bei der Reinigung.

Bei Arbeiten mit Gefahrstoffen, Staub oder lösemittelhaltigen Materialien sollten zusätzlich die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) berücksichtigt werden. Sie unterstützen bei der Gefährdungsbeurteilung sowie der Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen und PSA.

Welche PSA für welche Tätigkeit?


Tätigkeit Empfohlene PSA Normen Beispielprodukte
Schleifen Einweganzug, FFP3-Maske, Schutzbrille EN 149, EN 166 CF5, SMS-1, CS500, HIT200
Lackieren Overall, Handschuhe, Schutzbrille sowie je nach Material Atemschutz mit Partikel- oder Gasfilter EN 13034, EN 166 CF4, CS500E, 03400V
Fassadenarbeiten Robuste Arbeitskleidung und griffige Handschuhe EN ISO 13688 HJA02, HLH00, HIT300
Innenarbeiten Leichte Arbeitskleidung und FFP2-Maske EN 149 HJA00
Spezialarbeiten Multinormkleidung EN ISO 11612, EN 1149 DA7525JA08P

Passende Handschuhe und Atemschutz für den Maleralltag

Neben Schutzkleidung sind Handschutz und Atemschutz entscheidend für die Sicherheit im Malerhandwerk.

Die richtigen Handschuhe

Wichtig: Der Handschuh sollte immer passend zur jeweiligen Tätigkeit gewählt werden.

Hautschutz nicht vergessen

Farben, Lösemittel und Reinigungsmittel belasten die Haut im Maleralltag oft dauerhaft. Ergänzend zu Handschuhen helfen Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegeprodukte dabei, Hautreizungen und langfristige Hautschäden zu reduzieren.

Atemschutz: Schutz vor Staub, Farbnebel und Dämpfen

Beim Schleifen, Lackieren oder Reinigen entstehen gesundheitsschädliche Partikel, Stäube und Dämpfe. Der passende Atemschutz ist deshalb ein wichtiger Bestandteil moderner PSA im Malerhandwerk.

  • FFP2-Masken: für leichte bis mittlere Belastungen (FFP2 NR D SMP2S)
  • FFP3-Masken: für hohe Staubbelastungen und feine Partikel (FFP3 NR D SMP3S)
  • Atemschutz mit Gasfilter: bei lösemittelhaltigen Farben und Lacken
  • Masken mit Ventil: erhöhen den Tragekomfort bei längeren Einsätzen

Wichtig: Atemschutz sollte immer getragen werden, sobald Staub, Farbnebel oder Dämpfe entstehen.

Typische Fehler bei PSA im Malerhandwerk

Im Arbeitsalltag passieren häufig vermeidbare Fehler im Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung:

  • Atemschutz wird zu spät oder gar nicht getragen
  • Einwegschutzanzüge werden mehrfach verwendet
  • Handschuhe passen nicht zur eingesetzten Chemikalie
  • Schutzbrillen fehlen bei Spritz- oder Schleifarbeiten

Ein häufiger Grund dafür ist Routine: Was täglich gemacht wird, wirkt oft harmlos. Genau hier entstehen jedoch die größten Risiken.

FAQ – Häufige Fragen zu PSA im Malerhandwerk

Welche PSA braucht ein Maler?

Atemschutz, Schutzbrille, Handschuhe, Arbeitskleidung oder Einwegschutzanzug sowie rutschhemmende Sicherheitsschuhe.

Wann ist Atemschutz notwendig?

Bei Staub, Farbnebel und Dämpfen – zum Beispiel beim Schleifen, Lackieren oder Reinigen.

Welche Handschuhe eignen sich beim Lackieren?

Nitrilhandschuhe eignen sich besonders gut, da sie gegenüber vielen Chemikalien beständig sind und gleichzeitig gutes Tastgefühl bieten.

Wie oft muss PSA ersetzt werden?

Einweg-PSA sollte nach Gebrauch entsorgt werden. Mehrwegkleidung und Ausrüstung müssen regelmäßig geprüft und beschädigte Produkte ausgetauscht werden.

Welche Normen gelten für PSA im Malerhandwerk?

Wichtige  Normen  sind unter anderem EN ISO 13688, EN 149, EN 166, EN 12941 sowie EN 13034 Typ 6.

Fazit: Sicherheit zahlt sich aus

Persönliche Schutzausrüstung schützt nicht nur die Gesundheit der Mitarbeitenden, sondern steigert auch Effizienz, Komfort und Professionalität im Arbeitsalltag. Sie reduziert Ausfallzeiten, unterstützt sauberes Arbeiten und stärkt das Vertrauen der Kunden.

Sie sind unsicher, welche PSA für Ihren Betrieb die richtige ist?
Wir beraten Sie praxisnah und individuell.