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Normen und Standards

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) der ASATEX AG

In der Europäischen Union (EU) regelt die Verordnung (EU) 2016/425 über Persönliche Schutzausrüstungen die Prüfung und Zertifizierung von Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA), so auch die der ASATEX AG. Gemäß dieser Verordnung müssen Hersteller von PSA sicherstellen, dass ihre Produkte den einschlägigen Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen entsprechen, bevor sie auf den Markt gebracht werden.

Die ASATEX AG lässt ihre PSA durch Konformitätsbewertungsstellen prüfen. Dies können unabhängige Prüfinstitute oder von den Mitgliedsstaaten der EU offiziell anerkannte Stellen sein. Diese Stellen führen umfangreiche Prüfungen, Bewertungen und Kontrollen durch, um sicherzustellen, dass die PSA den strengen Anforderungen der Verordnung entsprechen.

Die ASATEX AG stellt sicher, dass ihre PSA-Produkte korrekt zertifiziert und gekennzeichnet sind, bevor sie auf den Markt gebracht werden. Die Arbeitgeber sind aufgefordert, die für die spezifischen Arbeitsbedingungen am besten geeignete PSA auszuwählen und dafür zu sorgen, dass diese korrekt verwendet, gewartet und bei Bedarf erneuert wird. Auf diese Weise wird ein umfassender Schutz der Arbeitnehmer in den verschiedenen Arbeitsumgebungen gewährleistet.

Kategorien für die persönlichen Schutzausrüstung (PSA)

Die Kategorien der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) bilden eine wesentliche Grundlage für den Schutz von Mitarbeitern und Arbeitskräften in verschiedenen beruflichen Umgebungen. PSA umfasst eine breite Palette von Schutzmitteln, die entwickelt wurden, um die Gesundheit und Sicherheit derjenigen zu gewährleisten, die in gefährlichen Arbeitsumgebungen tätig sind. Die Kategorien der PSA sind nach spezifischen Risiken und Anforderungen strukturiert und spielen eine zentrale Rolle bei der Auswahl, Verwendung und Pflege der geeigneten Schutzausrüstung.

Kategorie 1: Geringer Schutz

Die Kategorie 1 der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) umfasst Schutzmaßnahmen, die vor geringfügigen Risiken und Gefahren schützen sollen. Diese Kategorie betrifft Situationen, in denen die Verletzungsgefahr als minimal angesehen wird. Sie umfasst einfache PSA, die bequem und leicht anzuwenden sind, ohne spezielle Anweisungen oder Schulungen zu erfordern.

Kategorie 2: Mittlerer Schutz

Die Kategorie 2 der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) betrifft Situationen, in denen moderate Risiken und Gefahren auftreten können. Diese Kategorie umfasst Schutzausrüstung, die einen höheren Grad an Schutz bietet als Kategorie 1 und für Arbeitsumgebungen entwickelt wurde, in denen das Verletzungsrisiko zwar nicht extrem hoch, aber dennoch signifikant ist.

Kategorie 3: Hoher Schutz

Die Kategorie 3 der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) widmet sich dem Schutz vor schwerwiegenden Risiken und Gefahren, die erhebliche Gesundheitsrisiken oder sogar lebensbedrohliche Situationen für die Träger darstellen können. Diese Kategorie betrifft Arbeitsumgebungen, in denen besonders gefährliche Bedingungen, wie beispielsweise extreme Hitze, Strahlung, chemische Kontaminationen oder biologische Gefahren, auftreten können.

Interaktive Übersicht: Gerne kann die unten stehende Übersicht verwendet werden, um mehr über jeweilige Normen zu erfahren. Es kann nach Normen, Artikeln oder Inhalten gesucht werden. Es muss aber berücksichtigt werden, dass es sich hierbei um eine allgemeine Information zu den Normen handelt. Bitte beachten Sie, dass einige Produkte erst eine Norm in Kombination mit weiteren Normen erhalten. Bitte sprechen Sie einen unserer Berater an.

Normen und Standards

Die persönliche Schutzausrüstung (PSA)

In der Europäischen Union (EU) regelt die Verordnung (EU) 2016/425 über Persönliche Schutzausrüstungen die Prüfung und Zertifizierung von Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA), so auch die der ASATEX AG. Gemäß dieser Verordnung müssen Hersteller von PSA sicherstellen, dass ihre Produkte den einschlägigen Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen entsprechen, bevor sie auf den Markt gebracht werden.

Die ASATEX AG lässt ihre PSA durch Konformitätsbewertungsstellen prüfen. Dies können unabhängige Prüfinstitute oder von den Mitgliedsstaaten der EU offiziell anerkannte Stellen sein. Diese Stellen führen umfangreiche Prüfungen, Bewertungen und Kontrollen durch, um sicherzustellen, dass die PSA den strengen Anforderungen der Verordnung entsprechen.

Die ASATEX AG stellt sicher, dass ihre PSA-Produkte korrekt zertifiziert und gekennzeichnet sind, bevor sie auf den Markt gebracht werden. Die Arbeitgeber sind aufgefordert, die für die spezifischen Arbeitsbedingungen am besten geeignete PSA auszuwählen und dafür zu sorgen, dass diese korrekt verwendet, gewartet und bei Bedarf erneuert wird. Auf diese Weise wird ein umfassender Schutz der Arbeitnehmer in den verschiedenen Arbeitsumgebungen gewährleistet.

Kategorien für die persönlichen Schutzausrüstung (PSA)

Die Kategorien der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) bilden eine wesentliche Grundlage für den Schutz von Mitarbeitern und Arbeitskräften in verschiedenen beruflichen Umgebungen. PSA umfasst eine breite Palette von Schutzmitteln, die entwickelt wurden, um die Gesundheit und Sicherheit derjenigen zu gewährleisten, die in gefährlichen Arbeitsumgebungen tätig sind. Die Kategorien der PSA sind nach spezifischen Risiken und Anforderungen strukturiert und spielen eine zentrale Rolle bei der Auswahl, Verwendung und Pflege der geeigneten Schutzausrüstung.

Kategorie 1: Geringer Schutz

Die Kategorie 1 der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) umfasst Schutzmaßnahmen, die vor geringfügigen Risiken und Gefahren schützen sollen. Diese Kategorie betrifft Situationen, in denen die Verletzungsgefahr als minimal angesehen wird. Sie umfasst einfache PSA, die bequem und leicht anzuwenden sind, ohne spezielle Anweisungen oder Schulungen zu erfordern.

Kategorie 2: Mittlerer Schutz

Die Kategorie 2 der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) betrifft Situationen, in denen moderate Risiken und Gefahren auftreten können. Diese Kategorie umfasst Schutzausrüstung, die einen höheren Grad an Schutz bietet als Kategorie 1 und für Arbeitsumgebungen entwickelt wurde, in denen das Verletzungsrisiko zwar nicht extrem hoch, aber dennoch signifikant ist.

Kategorie 3: Hoher Schutz

Die Kategorie 3 der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) widmet sich dem Schutz vor schwerwiegenden Risiken und Gefahren, die erhebliche Gesundheitsrisiken oder sogar lebensbedrohliche Situationen für die Träger darstellen können. Diese Kategorie betrifft Arbeitsumgebungen, in denen besonders gefährliche Bedingungen, wie beispielsweise extreme Hitze, Strahlung, chemische Kontaminationen oder biologische Gefahren, auftreten können.

EN 149  - Atemschutzgeräte - Filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikel

Gibt die Anforderungen an filtrierenden Halb- und Vollmasken zum Atemschutz vor. Halbmasken bedecken den Mund und die Nase, während Vollmasken das ganze Gesicht umfassen. Die Schutzklasse der Maske werden anhand der maximalen Arbeitsplatzkonzentration (= MAK-Wert) differenziert:

FFP1: Halbmasken mit Schutz bis zum 4-fachen der maximal erlaubten Arbeitsplatzkonzentration.

FFP2: Halbmasken mit Schutz bis zum 10-fachen der maximal erlaubten Arbeitsplatzkonzentration (Vollmasken bis zum 15-fachen).

FFP3: Halbmasken mit Schutz bis zum 30-fachen der maximal erlaubten Arbeitsplatzkonzentration (Vollmasken bis zum 400-fachen).

ISO_7000-2413

EN 343:2019 - Schutzkleidung - Schutz gegen Regen

Definiert die Anforderungen für Bekleidung zum Schutz vor Regen. Dafür wird die Wasserdichtheit und die Atmungsaktivität ermittelt und in drei Klassen eingeteilt, von denen 3 die höchste Stufe ist:

Wasserdurchgangswiderstand:

Klasse 1: -
Klasse 2: > 800 mmH2O
Klasse 3: > 1.300 mmH2O
Klasse 4: >= 20.000 mmH2O

Wasserdampfdurchgangswiderstand:

Klasse 1: Ret über 150
Klasse 2: < 20 Ret ≤ 40
Klasse 3: Ret < 20
Klasse 4: Ret < 10

R oder X: R bedeutet, das Produkt wurde auf Beregnung von oben getestet, X bedeutet dieser Test wurde nicht durchgeführt.

EN 369 - Schutzkleidung - Schutz gegen flüssige Chemikalien - Prüfverfahren: Widerstand von Materialien gegen die Permeation von Flüssigkeiten

EN 374 - Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen

Diese Norm besteht aus mehreren Teilen.

EN 374-1 Terminologie und Leistungsanforderungen 

In der Norm DIN EN ISO 374-1 sind Anforderungen an Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien festgelegt. Sie gilt in Verbindung mit der Grundnorm DIN EN 420 (allgemeine Anforderungen). Insgesamt werden drei Leistungstypen unterschieden: 

Typenklassen Typ 

A: Schutzhandschuh weist eine Permeationsbeständigkeit von mindestens jeweils 30 Minuten bei mindestens 6 Prüfchemikalien auf. 

Typ B: Schutzhandschuh weist eine Permeationsbeständigkeit von mindestens jeweils 30 Minuten bei mindestens 3 Prüfchemikalien auf. 

Typ C: Schutzhandschuh weist eine Permeationsbeständigkeit von mindestens 10 Minuten bei mindestens 1 Prüfchemikalie auf.

EN 374-2 Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen

Bestimmung des Widerstandes gegen Penetration

EN 374-3 Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen

Bestimmung des Widerstands von Materialien gegen die Permeation von Chemikalien

EN 374-4 Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen 

Bestimmung des Widerstandes gegen Degradation durch Chemikalien

EN 374-5 Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen

Die Norm beschreibt die Terminologie und Leistungsanforderungen für Risiken durch Mikroorganismen. Hierbei werden zwei Arten unterschieden: 

- Schutzhandschuhe gegen Bakterien und Pilze
- Schutzhandschuhe gegen Bakterien, Pilze und Viren 

Die Norm ist auf dem Handschuh deutlich durch das Piktogramm "Schutz gegen Mikroorganismen" gekennzeichnet. Beim Schutz gegen Viren ist unter dem Piktogramm der Schriftzug "VIRUS" angebracht. Hier wurde die Dichtheit gegen die Durchdringung durch das Bakteriophage Phi-X174 überprüft.

ISO_7000-2416

EN 381 - Schutzkleidung für die Benutzer von handgeführten Kettensägen

Teil 1: Prüfstand zur Prüfung des Widerstandes gegen Kettensägen-Schnitte
Teil 2: Prüfverfahren für Beinschutz
Teil 3: Prüfverfahren für Schuhwerk
Teil 4: Prüfverfahren für Schutzhandschuhe für Kettensägen
Teil 5: Anforderungen an Beinschutz

Typ A: Ist ein Frontschutz, der jedes Bein teilweise (180°) und extra 5 cm zum Innenteil des rechten Beines und 5cm des Außenteil des rechten Beines abdeckt.

Typ B: Identisch mit Typ, besitzt zusächlich 5 cm extra Schutz an der Innenseite des linken Beines.

Typ C: Bedeckt jedes Bein rundum. Der Schutz beginnt beim Saum des Hosenbeins und endet vonr 20 cm über dem Schritt und hinter min 50 cm unter dem Bund.

Teil 7: Anforderungen an Schutzhandschuhe für Kettensägen
Teil 8: Prüfverfahren für Schutzgamaschen für Kettensägen
Teil 9: Anforderungen an Schutzgamaschen für Kettensägen
Teil 10: Prüfverfahren für Oberkörperschutzmittel
Teil 11: Anforderungen für Oberkörperschutzmittel

Für sowohl die Vorder- als auch die Rückseite der Jacke definiert der Standard eine Mindestfläche der Schutzeinlage auf den Schultern, den Ärmeln und der Brust. Auf der Vorderseite der Ärmel muss die Schutzeinlage mindestens 80% der Gesamtoberfläche bedecken und die nicht geschützte Oberfläche der Ärmel darf nicht mehr als 70 mm sein (gemessen ab dem Ärmelsaum).

EN_388

EN 388:2016 + [a.b.c.d.e.f] - Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken

Leistungsstufen nach EN 388 Leistungsindikator
0 1 2 3 4 5
a ► Abriebfestigkeit: 0 bis 4 (Zyklen) < 100 100 500 2000 8000  
b ► Schnittfestigkeit: 0 bis 5 (Faktor) < 1,2 1,2 2,5 5,0 10,0 20,0
c ► Weiterreißfestigkeit: 0 bis 4 (Newton) < 1,2 10 25 50 75  
d ► Durchstichfestigkeit: 0 bis 4 (Newton) < 20 20 60 100 150  
e ► Schnittfestigkeit (TDM) nach EN ISO 13997:1999: A bis F (Newton)  2 5 10 15 22 30
f ► Stoßschutzprüfung: P            

Zwischen den beiden Varianten des Schnittschutzes (gerade bzw. runde Klinge) gibt es wesentliche Unterschiede im Testverfahren und den daraus resultierenden Ergebnissen. Da die Ergebnisse zwischen beiden Verfahren sehr unterschiedlich ausfallen, müssen auch die Testwerte unabhängig voneinander betrachtet werden.

Dabei ist das Testverfahren mit runden Klingen besser geeignet, um den Schutz bei Arbeiten mit leichten, scharfen Gegenständen einzuschätzen, während der Test mit geraden Klingen für Arbeiten mit unterschiedlichen Krafteinwirkungen bzw. stoßartigen Risiken bessere Einschätzungen liefert.

ISO_7000-2417

EN 407:2004 + [a.b.c.d.e.f] - Schutz vor thermischen Gefahren

Geprüft wird innerhalb dieser Norm auf den Schutz von Handschuhen von Risiken durch thermische Risiken. Hierzu zählen unter anderem Kontaktwärme, Strahlungswärme sowie Spritzer. Inhalt des Tests sind die folgenden Kriterien:

a ► Brennverhalten 0 bis 4
b ► Kontakthitze 0 bis 4
c ► Konvektionshitze 0 bis 4
d ► Strahlungshitze 0 bis 4
e ►Kleine Spritzer geschmolzenen Metalls 0 bis 4
f ►Große Mengen geschmolzenen Metalls 0 bis 4

Höhere Werte kennzeichnen ein besseres Testergebnis. Der Wert „X“ signalisiert, dass der Handschuh nach diesem Kriterium nicht getestet wurde. Bei einem Wert <3 darf solch ein Handschuh nicht mit offenem Feuer in Kontakt kommen.

EN 420 - Grundnorm für Schutzhandschuhe

Innerhalb dieser Norm werden die allgemeinen Anforderungen an Schutzhandschuhe festgelegt. Diese Anforderungen beinhalten Gestaltungsgrundsätze, Konfektionierung, Materialwiderstände gegen Wasserdurchdringung, Unschädlichkeit, Komfort, Leistungsvermögen, Herstellerkennzeichnungen sowie die vom Hersteller zu liefernden Informationen.

EN 421 - Schutzhandschuhe gegen ionisierende Strahlung und radioaktive Kontamination

Die Europäische Norm EN 421 legt die Anforderungen und Prüfverfahren von Schutzhandschuhen gegenüber ionisierender Strahlung und radioaktiver Kontamination fest.

Anforderungen der Norm EN 421

  • flüssigkeitsdicht sowie Bestehen des Penetrationstests gemäß EN ISO 374
  • Bestehen der Luftdruck-Dichtheitsprüfung und muss einen hohen Widerstand gegen das Eindringen von Wasserdampf bieten
  • Zum Schutz vor ionisierender Strahlung müssen Handschuhe der EN 421 einen bestimmten Anteil an Blei oder eines gleichwertigen Metalls enthalten

EN 455 - Medizinische Handschuhe zum einmaligen Gebrauch

Damit Einweghandschuhe für den Gebrauch im medizinischen Bereich zugelassen werden, müssen sie den Anforderungen der EN 455 gemäß Richtlinie 93/42/EWG entsprechen. Diese Norm ist in vier Teile untergliedert:

455-1 - Dichtheit

Der erste Teil (EN 455-1) befasst sich damit, ob ein Einmalhandschuh dicht ist. Hierfür werden stichprobenartig 1000 ml Wasser mit einer Temperatur von 15 bis 35 Grad Celsius für zwei bis drei Minuten in den Einmalhandschuhe gefüllt. Diese Wasserdurchlässigkeitsprüfung erfolgt zwei Mal. Zunächst wird unmittelbar nach der Befüllung mit Wasser geschaut, ob Wasser aus dem Handschuh austritt. Nach 2 bis 3 Minuten wird ein weiteres Mal geprüft, ob der Einweghandschuh immer noch dicht ist. Auf diese Weise wird der gesamte Handschuh bis auf die letzten 4 cm am Stulpenrand überprüft.

Eine Undichtigkeit am Stulpenrand ist wenig problematisch, da in der Regel nur die Handflächen bzw. Finger mit ggf. kontaminierten Flächen und Gegenständen in Berührung kommen. Das Accepted Quality Level (= akzeptiertes Qualitätsniveau) muss bei medizinischen Handschuhen bei mindestens 1.5 liegen (AQL 1.5) Auch dieses Qualitätsniveau wird mithilfe einer angemessenen Stichprobe getestet.

455-2: physikalische Eigenschaften

Im Rahmen des zweiten Teils der Norm (EN 455-2) werden die physikalischen Charakteristika des Handschuhs überprüft. Hierzu zählen die Maße sowie die Reißfestigkeit des Einmalhandschuhs. Damit ein Einmalhandschuh offiziell der Europäischen Norm 455 entspricht, müssen jeder hergestellten Charge mindestens 13 Handschuhe zur Probe entnommen werden.

455-3: Biologische Bewertung - Puder, Chemikalien, Endotoxine

Die Tests bezüglich des dritten Teils der Europäischen Norm 455 (EN 455-3) informieren darüber, ob und inwiefern in dem Handschuh Endotoxine, Puder, Chemikalien und herauslösbare Proteine vorhanden sein dürfen.

Dieser dritte Teil der EN 455 gibt zum einen Grenzwerte für Chemikalien, Endotoxine etc. vor, die nicht überschritten werden dürfen, wenn ein Handschuh dieser Norm entsprechen und somit für den medizinischen Einsatz zugelassen werden soll.

Zusätzlich werden in der EN 455-3 auch die entsprechenden Prüfverfahren beschrieben, anhand derer ein Hersteller bzw. der zuständige Prüfer den Protein-, Chemikalien- und Endotoxingehalt eines Handschuhs testen soll.

Da ein Handschuh nach diesen Tests nicht mehr verkauft werden kann, wird nicht jeder einzelne Handschuh geprüft, sondern Stichproben.

455-4: Haltbarkeitsdauer

Der vierte Teil der EN455 (EN 455-4) befasst sich mit der Haltbarkeitsdauer der Einmalhandschuhe. Diese beträgt nach dem Produktionsdatum in der Regel fünf Jahre.

Um bereits kurz nach der Herstellung ein realistisches Haltbarkeitsdatum angeben zu können, wird nach der Herstellung zunächst eine beschleunigte Bestimmung der Haltbarkeitsdauer durchgeführt. Hierzu wird in einem speziellen Ofen eine Alterung des Handschuhs simuliert. Danach hat der Einmalhandschuh sehr ähnliche, wenn nicht gleiche Charakteristika wie der Handschuh nach drei Jahren haben würde. Nach dieser beschleunigten Alterung wird der Einmalhandschuh erneut auf Dichtheit (EN455-1) sowie Reißfestigkeit (EN455-2) überprüft. Zudem wird geprüft, ob sich der Einweghandschuh noch für den vorgesehenen Einsatzzweck eignet. Besteht der Handschuh diese drei Tests, kann vorläufig gesagt werden, dass der Handschuh drei Jahre lang haltbar ist.

Ob ein Einmalhandschuh letztlich 5 Jahre haltbar ist, wird nach Ablauf der Zeit erneut mit Handschuhen überprüft, die tatsächlich fünf Jahre alt sind. Auch hier werden wieder die Tests der EN 455-1 und der EN 455-2 angewandt sowie die Überprüfung zur Eignung für ihren Einsatzzweck.

Bei sterilen Einmalhandschuhen wird zudem überprüft, ob die Sterilverpackung nach fünf Jahren noch unversehrt ist. Die Haltbarkeitsdauer muss gut erkennbar auf der kleinsten Verpackungseinheit, d.h. auf der Handschuhbox, zu sehen sein. Es ist wichtig, dass die Angaben über die Haltbarkeitsdauer auch nach den fünf Jahren noch lesbar sind. Des Weiteren ist es notwendig, dass auf den Handschuhboxen über die richtige Lagerung informiert wird. Dies geschieht in der Regel mithilfe von einfachen, bildlichen Darstellungen (Piktogramme).

ISO_7000-2412

EN 511:2006 - Schutzhandschuhe gegen Kälte

Die nachstehenden Kriterien geben Auskunft darüber, wie gut ein Handschuh Ihre Hände bei Arbeiten in kalten Umgebungen schützt:

► Konvektive Kälte: 0 bis 4
► Kontaktkälte: 0 bis 4
► Wasserdichtigkeit: 0 bis 1

Höhere Werte kennzeichnen ein besseres Testergebnis. Der Wert „X“ signalisiert, dass der Handschuh nach diesem Kriterium nicht getestet wurde.

ISO_7000-2417

EN 531 - Schutzkleidung – Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen

Bei kurzem Kontakt mit Flammen und mindestens einer Art von Hitze, ist Kleidung geeignet, die nach dieser europäischen Norm geprüft wurde. Unterschieden wird dabei zwischen folgenden Hitzearten:

Begrenzte Flammenausbreitung: A
Schutz vor Konvektionshitze: B1 – B5
Schutz vor Strahlungshitze: C1 – C4
Schutz gegen flüssiges Eisen: E1 = 60g – 120g
Schutz gegen flüssiges Eisen: E2 = 121g – 200g
Schutz gegen flüssiges Eisen: E3 >= 201g

Mittlerweile wurde die EN 531 durch die EN ISO 11612 ersetzt.

ISO_7000-2484

EN 1073 - Schutzkleidung gegen radioaktive Kontamination

Teil 1: Anforderungen und Prüfverfahren für belüftete Schutzkleidung gegen radioaktive Kontamination durch feste Partikel

Teil 2: Anforderungen und Prüfverfahren für unbelüftete Schutzkleidung gegen radioaktive Kontamination durch feste Partikel

Es werden drei Leistungsklassifizierungen mit einem Sollschutzfaktor gegen das Eindringen von Aerosolen kleiner Partikel (0,6 Mikrometer) unterschieden:

Klasse 1 = Sollschutzfaktor 5
Klasse 2 = Sollschutzfaktor 50
Klasse 3 = Sollschutzfaktor 500

ISO_7000-2415

EN 1149 - Schutzkleidung - Elektrostatische Eigenschaften

Beschreibt die Anforderungen an elektrisch leitfähige Bekleidung. Diese Bekleidung ist geerdet, zum Beispiel durch Kombination mit leitfähigen Schuhen, um die Bildung von Funken zu reduzieren und somit auch die Explosionsgefahr. Die Norm unterteilt sich weiter in:

EN 1149-1 Teil 1: Prüfverfahren für die Messung des Oberflächenwiderstandes
EN 1149-2 Teil 2: Prüfverfahren für die Messung des elektrischen Widerstandes durch ein Material (Durchgangswiderstand)
EN 1149-3 Teil 3: Prüfverfahren für die Messung des Ladungsabbaus
EN 1149-5 Teil 5: Leistungsanforderungen an Material und Konstruktionsanforderungen

EN 12477 - Schutzhandschuhe für Schweißer

In der Norm EN 12477 werden Schutzhandschuhe für Handschweißen, Schneiden und verwandte Metallbearbeitungen definiert. Sie erfüllen die Grundnorm EN 420, besitzen jedoch einen deutlich längeren Unterarmschutz, um vor Schweißperlen zu schützen. Die Norm unterscheidet Handschuhe in zwei Typen.

Typ A: Diese Handschuhe erfüllen höhere Anforderungen und sind empfehlenswert für schwere Schweißverfahren
Typ B: Diese Handschuhe bieten eine größere Bewegungsfreiheit und werden bevorzugt beim TIG-Schweißen eingesetzt.

Schweißerhandschuhe müssen klar als Typ A oder B gekennzeichnet sein.

EN 12941 - Atemschutzgeräte - Gebläsefiltergeräte mit einem Helm oder einer Haube

Definiert die Mindestanforderungen an Atemschutzsysteme in Kombination mit einem Helm oder einer Haube. Dabei gibt es drei Schutzgrade in Abhängigkeit der Undichtigkeit nach innen (Leckage). Die maximal zulässige Innenleckage beträgt: 

Schutzgrad TH1: <15%
Schutzgrad TH2: <2%
Schutzgrad TH3: <0,2%

ISO_7000-2414

EN 13034 - Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien

Spezifiziert die Anforderungen an flüssigkeitsdichte oder begrenzt eingesetzte Chemikalienschutzkleidung. Diese Bekleidung schützt vor leichten Spritzern und Aerosolen (z.B. durch Sprays) von Chemikalien, deren Wirkung als geringes Risiko eingestuft wird. Im Falle einer Kontamination der Schutzkleidung bleibt dem Träger dadurch ausreichend Zeit um geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Der Schutz dieser Bekleidung ist also eingeschränkt (Ausrüstung Typ 6 und Typ PB [6]).

EN_13758

EN 13758 - Textilien - Schutzeigenschaften gegen ultraviolette Sonnenstrahlung

In der europäischen Norm EN 13758-2 sind die Anforderungen an die Kennzeichnung von Bekleidung festgelegt, die zum Schutz des Trägers gegen die Belastung durch ultraviolette Sonnenstrahlung vorgesehen ist. Bekleidung, die gemäß EN 13758-2 genormt ist, schützt den Träger vor der UVA- und UVB-Strahlung des Sonnenlichts. Unter gewissen Bedingungen kann die Schutzwirkung der Bekleidung auch verloren gehen. Zum Beispiel wenn die Bekleidung nass oder abgetragen ist. Daher sollte die Kleidung gemäß den Hinweisen auf der Innenseite gepflegt und behandelt werden.

Ermittelt wird der UV-Schutzfaktor UPF (UPF = Ultra Violet Protection Factor) eines Textils. Der Standard EN 13758 verwendet das Sonnenspektrum von Albuquerque (USA), welches annähernd der Sonneneinstrahlung in Südeuropa entspricht.

 

UPF Bereich Schutz % der Abschirmung der UV-Strahlung Kennzeichnungsklassen
15-24 Gut 93,3 - 95,8 % 15, 20
25-39 Sehr gut 96 - 97,4 % 25, 30, 35
40-50+ Ausgezeichnet 97,5 - 98+ % 40, 45, 50, 50+
ISO_7000-2412

EN 14058 - Schutzkleidung - Kleidungsstücke zum Schutz gegen kühle Umgebungen

Diese europäische Norm legt die Anforderungen an und die Prüfverfahren für die Gebrauchseigenschaften von Kleidungsstücken zum Schutz des Körpers gegen kühle Umgebungen fest. Einsatz der geprüften Kleidung in Umgebung von Lufttemperatur, die -5°C und höher ist. In der Kennzeichnung muss die Klassifizierung des Wärmedurchgangswiderstandes angegeben sein.

Leistungslevel

a Wärmedurchgangswiderstand (RcT Wert)
b Luftdurchlässigkeit (optional)
c Wasserdichtigkeit (optional)
d Wärmeisolation mittels sich bewegender/statischer Puppe (optional)

Wärmedurchgangswiderstand

Der RcT-Wert wird über alle Schichten der Kleidung gemeinsam bestimmt. Es werden 3 Klassen unterschieden:

Wärmewiderstand RcT in m2.K/W
Klasse 1 0,06 ≤ Rct < 0,12
Klasse 2 0,12 ≤ Rct < 0,18
Klasse 3 0,18 ≤ Rct < 0,25

Luftdurchlässigkeit (optional)

Optional kann die Kleidung auf Luftdurchlässigkeit geprüft werden. Hier werden 3 Klassen unterschieden, wobei die Eignung des Produkts für gewisse Windgeschwindigkeiten gemessen wird. Klasse 3 bietet hierbei den größten Windschutz.

Schutzstufe Windgeschwindigkeit (WG in m/s)
Klasse 1 WG < 1 m/s
Klasse 2 1 m/s ≤ WG < 5 m/s
Klasse 3 WG 5 ≥ m/s

Wasserdichtigkeit (optional)

Ebenfalls optional ist eine Prüfung der Wasserdichtigkeit nach EN 14058. Dieses Mal werden zwei Klassen unterschieden, wobei Klasse 2 den höchsten Schutz bietet.

Schutzstufe Wasserdichtigkeit (Wp in Pa)
Klasse 1 8000 Pa ≤ Wp ≤  13.000 Pa
Klasse 2 Wp > 13.000Pa
ISO_7000-2491

EN 14126 - Schutzkleidung - Leistungsanforderungen und Prüfverfahren für Schutzkleidung gegen Infektionserreger

Im Umgang mit biologischen Stoffen prüft diese europäische Norm die Schutzfähigkeit des Materials vor biologisch kontaminierten Flüssigkeiten (durch Bakterien). Dabei wird das Material der Schutzbekleidung der mit Bakterien versehenen Flüssigkeit ausgesetzt und getestet, ob Bakterien das Material durchdrungen haben.

Die Norm gliedert sich in folgende Teile

1. Anforderungen an das Material
1.1 Allgemeines
1.2 Mechanische Anforderungen und Anforderungen an die Entflammbarkeit
1.3 Chemische Anforderungen
1.4 Leistungsanforderungen für den Widerstand gegen die Penetration von Infektionserregern
2. Leistungsanforderungen an Nähte, Verbindungen und Verbünde
3. Leistungsanforderungen an den gesamten Anzug

Arten von Schutzkleidung lt. EN 14126:

Typ Beschreibung relevante Norm
1a-B, 1b-B, 1c-B gasdicht EN 943-1,
EN 943-2
2-B nicht gasdicht EN 943-1,
EN 943-2
3-B Schutz gegen Druckbeaufschlagung mit flüssigen Chemikalien EN 14605
4-B Schutz gegen flüssige Aerosole (spraydicht) EN 14605
5-B Schutz gegen luftgetragene feste Partikel ISO 13982-1
6-B Begrenzter Schutz gegen flüssige Chemikalien (Sprühnebel) EN 13034

EN 14325 - Schutzkleidung gegen Chemikalien – Prüfverfahren und Leistungseinstufung für Materialien, Nähte, Verbindungen und Verbünde

Diese Norm ist eine sogenannte Bezugsnorm, auf die sich andere Normen, welche die Leistungsfähigkeit von Chemikalienschutzkleidung behandeln, gänzlich oder in Teilen beziehen können. Sie legt den Leistungsumfang und Prüfverfahren für Materialien fest, die in Chemikalienschutzkleidung Verwendung finden.

 Die EN 14325 enthält daher Klassifizierungstabellen für alle in den verschiedenen Normen geforderten physikalischen Leistungsmerkmale:

  • Abnutzungswiderstand
  • Biegebruchwiderstand
  • Trapezförmiger Weiterreißwiderstand
  • Berstwiderstand
  • Zugfestigkeit
  • Durchstichfestigkeit
  • Widerstandsfähigkeit gegen die Permeation von Chemikalien
  • Widerstandsfähigkeit gegen Durchdringung und Abstoßung
  • Nahtstärke

Hierbei sind Handschuhe und Schuhwerk ebenfalls inbegriffen, da sie einen integralen Bestandteil der Schutzkleidung darstellen können.

EN14605_t3

EN 14605:2005 + A1:2009 - Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien

Die Norm EB 14605 definiert die Leistungsanforderungen an Chemikalienschutzanzüge mit flüssigkeitsdichten (Typ 3) oder spraydichten (Typ 4) Verbindungen zwischen den Teilen der Kleidung, einschließlich der Kleidungsstücke, die nur einen Schutz für Teile des Körpers gewähren (Typen PB [3] und PB [4]).

Typ 3 und 4 bezieht sich dabei auf Kleidung, die mindestens den Rumpf, Arme und Beine schützt (Anzüge oder Overalls). Die Typen PB3 und PB 4 (Partial Body Protection = Teilkörperschutz) finden Anwendung beispielsweise bei Armstulpen oder Schürzen, die nur einen Teil des Körpers abdecken.

EN 14683:2019-10 - Medizinische Gesichtsmasken - Anforderungen und Prüfverfahren

Diese Norm gilt ausschließlich für Masken, die im medizinischen Arbeitsbereich Anwendung finden. Sie gilt nicht für Masken, die für den persönlichen Schutz im Alltag gedacht sind. Sie beschreibt den Aufbau und die Gestaltung sowie Leistungsanforderungen und Prüfverfahren.

In der DIN EN 14683 werden zwei Kategorien unterschieden:

Typ I: geringer Schutz vor Ingektionen und Erregern, guter Schutz bei größeren Tröpfchen
Typ II(R): höhere baktierielle Filtereffizienz und beim Typ IIR mit zusätzlichem Spritzwiderstand

ISO_7000-2415

EN 16350 - Schutzhandschuhe - Elektrostatische Eigenschaften

Diese Norm stellt zusätzliche Anforderungen an Schutzhandschuhe, die in explosiven Umgebungen getragen werden, auf. Sie spezifiziert ein Prüfverfahren sowie Anforderungen an die Leistung, Kennzeichnung und Informationen zu elektrostatisch ableitfähigen Schutzhandschuhen, um das Risiko einer Explosion so gering wie möglich zu halten. Diese Norm dient als Grundlage für das Inverkehrbringen von Chemikalienschutzanzügen unter der Richtlinie 89/686/EWG für Persönliche Schutzausrüstung. Hierdurch soll ein einheitliches Sicherheitsniveau festgelegt werden. Mögliche Anwender dieser Norm sind Prüfinstitute, Zertifizierungsstellen und Hersteller.

Mindestanforderungen gemäß EN 16350:

  • Der Durchgangswiderstand muss kleiner 100 Megaohm sein (Rv < 1,0 x 108 Ω).
  • Geprüft wird der Durchgangswiderstand Rv nach EN 1149-2.
  • Die Prüfatmosphäre zur Bestimmung des Durchgangswiderstands muss sich zusammensetzen aus einer Lufttemperatur von 23 ± 1 °C und einer relativen Luftfeuchte von 25 ± 5 %.
  • Gemessen werden fünf Proben und jeder einzelne Messwert muss den Grenzwert einhalten
ISO_7000-2419

EN 17353 - Schutzkleidung – Ausstattung zur erhöhten Sichtbarkeit für mittlere Risikosituationen

Kleidung mit einer DIN EN 17353 Zertifizierung weißt dem Träger eine erhöhte Sichtbarkeit aus. Sie ähnelt damit damit der Norm EN ISO 20471 Warnschutz, besitzt jedoch den entscheidenden Unterschied, dass sie jedoch nur für Einsätze mit mittlerem Risiko gedacht ist. Sie ersetzt die Normen EN 1150 und EN 13356.

Innerhalb der Norm werden zwei Typen unterschieden: Typ A ist ausschließlich zur Anwendung bei Tageslicht und Typ B ausschließlich zur Anwendung bei Dunkelheit und Dämmerung vorgesehen. Typ B unterteil sich noch einmal in 3 Typen (B1-B3). Hiermit wird unterschieden, ob die Bewegung oder die Silhouette sichtbar gemacht wird. 


Typen Einsatzgebiet Anforderung
Typ A Nur bei Tageslicht Nur fluoreszierendes Material
Typ B Nur bei Dunkelheit Nur retroreflektierendes Material
Typ AB Tageslicht, Dämmerung und Dunkelheit fluoreszierendes & retroreflektierendes  Material

Beide Typen sind auch als Kombination Typ AB möglich. Die Wirkung ist hier dennoch niedriger als bei EN ISO 20471.

Unterteilung Typ B

Typ Anbringungsform Visualisierung
B1 Frei hängende Anbringung Erkennen von Bewegung
B2 Anbringung an den Gliedmaßen Erkennen von Bewegung
B3 Anbringung auf Torso und/oder Gliedmaßen Erkennen der Silhouette

EN 61482 - Arbeiten unter Spannung – Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens

Bei dieser Norm werden Materialien und Kleidungsstücke von hitzebeständiger und flammhemmender Schutzkleidung geprüft, bei denen die Gefahr des Auftretens eines Störlichtbogens besteht. Hierfür wird, anders als bei DIN EN 61482-1-2, ein Niederspannungsstromkreis verwendet.

Beim Test mit einem gerichteten Lichtbogen, werden neben der Nachbrennzeit auch die Lochbildung und das Durchschmelzen gemessen. Die Ergebnisse müssen unterhalb der Stollkurve liegen, sie gibt an, ab wann Verbrennungen 2. Grades enstehen können.

ISO_7000-2491

EN ISO 374 - Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen

In der Norm (EN) 374 sind die Anforderungen definiert, die ein Handschuh erfüllen muss, um als Chemiekalienschutzhandschuh zu gelten. Diese ist in 5 teile untergliedert.

Teil 1: Terminologie und Leistungsanforderungen für chemische Risiken (ISO 374-1:2016)

In der Norm DIN EN ISO 374-1 sind Anforderungen an Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien festgelegt. Sie gilt in Verbindung mit der Grundnorm DIN EN 420 (allgemeine Anforderungen). Insgesamt werden drei Leistungstypen unterschieden:

Typ A: mindestens Leistungsstufe 2 gegen mindestens sechs Prüfchemikalien aus der Liste von 18 Chemikalien
Typ B: mindestens Leistungsstufe 2 gegen mindestens drei Prüfchemikalien aus der Liste aus der Liste von 18 Chemikalien.
Typ C: mindestens Leistungsstufe 1 gegen mindestens eine Prüfchemikalien aus der Liste von 18 Chemikalien.

Sie sind auf dem Handschuh deutlich gekennzeichnet durch das Piktogramm Erlenmeyerkolben in Kombination mit der Typenbezeichnung. Unter dem Erlenmeyer-Piktogramm geben Kennbuchstaben an, gegen welche Chemikalien der Handschuh geprüft ist.

A Methanol G Diethylamin
B Aceton H Tetrahydrofuran
C Acetonitril I Ethylacetat
D Dichlormethan J n-Heptan
E Kohlenstoffdisulfid K Natriumhydroxid 40%
F Toluol L Schwefelsäure 96%

Darüber hinaus ist 2016 (EN ISO 374-1:2016: Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen - Teil 1: Terminologie und Leistungsanforderungen für chemische Risiken) veröffentlicht worden. Dabei wurden die Kennungen von den Buchstaben M - T erweitert:

 

M Salpetersäure 65% P Wasserstoffperoxid 30%
N Essigsäure 99% S Flusssäure 40%
O Ammoniakwasser 25% T Formaldehyd 37%

Teil 2: Bestimmung des Widerstandes gegen Penetration

Der zweite Teil der Norm (EN 374-2) gibt Aufschluss über die Widerstandsfähigkeit des Handschuhs gegenüber der Penetration von Chemikalien. Hierfür wird der Handschuh einerDichtheitsprüfung unterzogen. Diese beinhaltet eine Wasser-Leck-Prüfung und/oder eine Luft-Leck-Prüfung. Hierbei wird der Handschuh mit Luft oder Wasser gefüllt und so überprüft, ob eines der Füllmittel austritt. Vor den Neuerungen der Europäischen Norm 374 wurde diese Wasser- bzw. Luftdichtheit mit dem Becherglas-Piktogramm gekennzeichnet.

Teil 3: Bestimmung des Widerstandes gegen Permeation von Chemikalien

Die EN 374-3 verweist seit 2016 auf die EN 16523-1. Mit dem in dieser Norm beschriebenen Testverfahren wird geprüft, wie lange ein Chemikalienschutzhandschuh mindestens drei verschiedenen Prüfchemikalien standhalten kann.

Teil 4: Bestimmung des Widerstandes gegen Degradation durch Chemikalien

Diesen Teil der Norm gibt es seit 2014 und befasst sich mit der Frage, inwieweit sich die mechanisch-physikalischen Materialeigenschaften im Kontakt mit den Prüfchemikalien verändern (Degradation).

Bei diesem Messverfahrens wird ein Handschuh einem einstündigen Dauerkontakt mit einer der 18 flüssigen Prüfchemikalien ausgesetzt. Anschließend wird geprüft, inwiefern sich die Durchstichfestigkeit verändert hat. Solch ein Ergebnis ist primär für diejenigen Anwender relevant, die derlei Durchbruchzeiten voll ausreizen oder die Handschuhe mehrfach tragen möchten.

Teil 5: Terminologie und Leistungsanforderungen für Risiken durch Mikroorganismen

Man unterscheidet zwei Arten von Schutzhandschuhen gegen Mikroorganismen:

  1. Schutzhandschuhe gegen Bakterien und Pilze
  2. Schutzhandschuhe gegen Bakterien, Pilze und Viren

Sie sind auf dem Handschuh deutlich gekennzeichnet durch das Piktogramm "Schutz gegen Mikroorganismen". Beim Schutz gegen Viren ist unter dem Piktogramm der Schriftzug "VIRUS" angebracht. Hier wurde die Dichtheit gegen die Durchdringung durch das Bakteriophage Phi-X174 überprüft.

ISO_7000-2416

EN ISO 11393 - Schutzkleidung für die Benutzer von handgeführten Kettensägen

Die Norm EN ISO 11393 (ersetzt die EN 381) befasst sich mit Schutzkleidung für handgeführte Kettensägen. Sie ist in verschiedene Teile (oder Ausführungen), je nach Körperteil, untergliedert.

EN ISO 11393-2 - Beinschutz

Dieser Teil spezifiziert die Anforderungen an Beinschutz und definiert drei Typen (oder Designs) der Beinschutzkleidung, je nachdem Art des Schutzes: 

Typ A (Frontschutz): bedeckt jedes Bein teilweise (180°) und extra 5 cm zum inneren Teil des rechten Beines und 5 cm des äußeren Teils des linken Beines. Die Schutzeinlage beginnt bei max. 5 cm ab dem Untersaum des Hosenbeines und endet 20 cm über dem Schritt.
Typ B: beschreibt den Schutz durch Schnittschutzbeinstöße
Typ C: hier wird jedes Bein rundum (360°) mit Schutzeinlagen geschützt. Der Schutz beginnt bei max. 5 cm Untersaum des Hosenbeines des Beines und endet vorne auf min. 20 cm über dem Schritt, und hinten auf min. 50 cm unter dem Bund.

EN ISO 11393-4 - Schutzhandschuhe

Bei dieser Norm werden zwei Designs unterschieden:

1. Handrücken (Fingerhandschuh): mindestens 110 mm breit und mindestens 120 mm hoch
2. Handrücken + 4 Finger (Fäusling): mindestens 110 mm breit und mindestens 190 mm hoch

EN ISO 11393-5 - Schutzgamaschen

Schutzgamaschen dienen der Überbrückung von der Stahlkappe des Sicherheitsschuhs bis hin zur Oberfläche des Kettensägenschutz an Beinen. Diese werden in 4 Klassen unterteilt, die sich an der Kettengeschwindigkeit orientieren.

 

Klasse 0 (nicht mehr erlaubt) 16 m/s
Klasse 1 20 m/s
Klasse 2 24 m/s
Klasse 3 28 m/s

EN ISO 11393-6 - Oberkörperschutz

Auch hier werden 2 Designtypen unterschieden.

Typ 1: Auf der Vorderseite der Ärmel muss die Schutzeinlage mindestens 80% der Gesamtoberfläche bedecken und die nicht geschützte Oberfläche der Ärmel darf nicht mehr als 70 mm sein (gemessen ab dem Ärmelsaum).
Typ 2: Dieser Typ entspricht dem Typ 1, besitzt jedoch zusätzlich einen Bauchschutz.

Auch hier gelten die vier zuvor genannten Klassen.

ISO_7000-2683

EN ISO 11611 - Schutzkleidung für Schweißen und verwandte Verfahren

Beim Schweißen und dazu verwandten Verfahren schützt Bekleidung mit der Norm EN ISO 11611 gegen kleine Spritzer flüssigen Metalls, kurzer Kontakt mit Flammen, strahlende Hitze von Lichtbögen und Schweißperlen sowie begrenzten elektrischen Ladungen.

Es werden grundsätzlich zwei Klassen unterschieden:

Klasse 1: bietet eine Beständigkeit bei Metallspritzern bis zu einer Temperaturerhöhung um 40 K auf der Probenrückseite: 15 bis 24 Tropfen und Wärmedurchgangsindex RHTI >/= 7s.
Klasse 2: bietet eine Beständigkeit gegenüber Metalltropfen bis zu einer Temperaturerhöhung um 40 K auf der Probenrückseite: >/= 25 Tropfen und Wärmedurchgangsindex >/= 16s.

Der zusätzliche Buchstabe A im Piktogramm gibt Aufschluss über die Beflammung von Materialien und Nähten nach EN ISO 15025.

A1: Flächenbeflammung 10 Sekunden
A2: Kantenbeflammung 10 Sekunden

ISO_7000-2417

EN ISO 11612 - Schutzkleidung – Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen

Bei kurzem Kontakt mit Flammen und mindestens einer Art von Hitze, ist Kleidung geeignet, die nach dieser europäischen Norm geprüft wurde. Der Schutz vor Hitze wird dabei zwischen folgenden Hitzearten unterschieden:

Begrenzte Flammenausbreitung A
Konvektionshitze B1 – B3
Strahlungshitze C1 – C4
Flüssige Aluminiumspritzer D1 – D3
Flüssige Eisenspritzer E1 – E3
Kontakthitze F1 – F3

EN ISO 13688 - Schutzkleidung - Allgemeine Anforderungen

In der Norm EN ISO 13688 werden allgemeine Leistungsanforderungen an Ergonomie, Sicherheit, Größenbezeichnung, Alterung, Verträglichkeit und Kennzeichnung von Schutzkleidung sowie die vom Hersteller mit der Schutzkleidung zu liefernden Informationen festgelegt.

Sie wird immer in Kombination mit anderen Normen angewendet und qualifiziert allein nicht als Schutz.

EN-ISO_13982_t5

EN ISO 13982 - Schutz gegen feste Partikel (partikeldicht)

Teil 1: Leistungsanforderungen an Chemikalienschutzkleidung, die für den gesamten Körper Schutz gegen luftgetragene feste Partikel gewährt.

Teil 2: Teil 2: Prüfverfahren zur Bestimmung der nach innen gerichteten Leckage von Aerosolen kleiner Partikel durch Schutzanzüge (ISO 13982-2:2004)

EN-ISO_14116_index1

EN ISO 14116 - Schutz gegen Flammen

Materialien, Materialkombinationen und Kleidung mit begrenzter Flammenausbreitung.

Index 1: Schutz vor Flammenausbreitung, brennendes Abtropfen, Nachglimmen
Index 2: Schutz vor Flammenausbreitung, brennendes Abtropfen, Nachglimmen, Lochbildung
Index 3: Schutz vor Flammenausbreitung, brennendes Abtropfen, Nachglimmen, Lochbildung, Nachbrennen

EN ISO 20344 - Persönliche Schutzausrüstung - Prüfverfahren für Schuhe

EN ISO 20345 - Persönliche Schutzausrüstung - Sicherheitsschuhe

Besteht die Gefahr sich beim Arbeiten die Füße zu verletzen, sollten Schuhe nach dieser Norm getragen werden. Neben den festen Anforderungen zum Schuh-Material und an die Zehenkappe werden die Schuhe in fünf Kategorien unterteilt:

  • S1 antistatisch, stoßabsorbierende Sohle (200 Joule), geschlossener Fersenbereich
  • S2 wie S1 mit wasserabweisendem Schaft
  • S3 wie S2 mit durchtrittsicherer Zwischensohle
  • S4 wie S1 mit wasserabweisendem Schaft aus polymerem Material
  • S5 wie S4 mit Stahlzwischensohle
  • (SB Regulärer Schuh mit Schutzkappe)

Optionale Zusatzangaben

  • A: Antistatisch
  • E: Energieabsorbierender Fersenbereich
  • FO: Kohlenwasserstoffbeständige Schuhe
  • P: Durchtrittsichere Zwischensohle
  • HRO: Hitzebeständige Laufsohle
  • CI: Kältebeständige Sohle
  • HI: Hitzebeständige Sohle
  • WR: Wasserdichter Schuh
  • WRU: Wasserdichtes Schaftmaterial
  • M: Umfassender Schutz des Mittelfußes
  • CR: Schnittschutzschaft
  • SRA: Rutschhemmend bei Wasser und Reinigungsmitteln auf Keramik
  • SRB: Rutschhemmend bei Glycerin auf Stahl
  • SRC: SRA und SRB sind erfüllt
ISO_7000-2419

EN ISO 20471 - Hochsichtbare Warnbekleidung

Für Situationen in denen im Straßenverkehr, beziehungsweise in Verkehrsnähe, ein hohes Risiko besteht, übersehen zu werden, sorgt Bekleidung nach dieser Norm für eine bessere Sichtbarkeit. Gegenüber der EN 471 wurde für eine bessere Rundumsichtbarkeit gesorgt, indem das reflektierende Material rund um den Torso und die Arme angebracht werden muss. Dank dieser Designvorschrift sind Träger dieser Bekleidung auch bei Nacht besser als Personen zu erkennen.

Die Einstufung erfolgt in den Klassen 1 bis 3, wobei die Klasse 3 die beste Sichtbarkeit repräsentiert und ist somit auch für schnell fließenden Verkehr geeignet.

Beachten Sie bitte, dass die Einstufung teilweise an die Bedingung geknüpft ist, dass die restliche Bekleidung ebenfalls eine Mindestsichtbarkeit nach EN 20471 erreicht.

Mindestfläche des sichtbaren Materials in qm.

  Kleidung Klasse 3 Kleidung Klasse 2 Kleidung Klasse 1
Hintergrundmaterial 0,8 0,5 0,14
Retroreflektierendes Material 0,2 0,13 0,1
Material mit kombinierten Eigenschaften n.a. n.a. n.a.

ANMERKUNG: Die Klasse der Kleidung richtet sich nach der kleinsten Fläche des sichtbaren Materials.

EN ISO 21420 - Schutzhandschuhe - Allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren

EN ISO 27065 - Leistungsanforderungen an Schutzkleidung für die Anwender von Pflanzenschutzmitteln sowie Personen für Nachfolgearbeiten

Die Norm beschreibt drei Leistungsklassen:

C1 (geringes Risiko):
- Materialien und Nähte weisen eine Mindestbeständigkeit gegen die Penetration von Flüssigkeiten auf
- Nicht für Anwendungen mit konzentrierten Lösungen geeignet

C2 (mittleres Risiko):
- Material und Nähte müssen eine höhere Schutzwirkung als bei Stufe C1 aufweisen
- Nicht für Anwendungen mit konzentrierten Lösungen geeignet

C3 (hohes Risiko):
- Material und Nähte weisen eine minimale Schutzwirkung gegen Permeation aufweisen
- Für die Anwendung von konzentrierten und verdünnten Lösungen geeignet

ISO 14644 - Reinräume und zugehörige Reinraumbereiche

Diese Norm regelt Verfahren und System im Reinraum in Bezug auf ihre partikuläre Reinheit, mit besonderem Augenmerk auf luftgetragene Partikel. Die ISO 14644 in 10 Teile unterteilt:

 

Teil 1: Klassifizierung der Luftreinheit anhand der Partikelkonzentration
Teil 2: Festlegungen für die Überwachung und periodische Prüfung zum Nachweis der fortlaufenden Übereinstimmung mit ISO 14644-1
Teil 3: Prüfverfahren
Teil 4: Planung, Ausführung und Erst-Inbetriebnahme
Teil 5: Betrieb
Teil 6: Terminologie
Teil 7: SD-Module (Reinlufthauben, Handschuhboxen, Isolatoren und Minienvironments)
Teil 8: Klassifikation luftgetragener molekularer Kontamination
Teil 9: Klassifizierung der partikulären Oberflächenreinheit
Teil 10: Klassifizierung der chemischen Oberflächenreinheit
Teil 11: -
Teil 12: -
Teil 13: Reinheit von Oberflächen zur Erreichung definierter Reinheitsgrade hinsichtlich Partikel- und Chemikalienklassifikationen
Teil 14: Bewertung der Reinraumtauglichkeit von Geräten durch Partikelkonzentrationen in der Luft
Teil 15: Bewertung der Reinraumtauglichkeit von Ausrüstungsgegenständen und Materialien anhand der chemischen Luft- und Oberflächenkonzentration
Teil 16: Leitfaden zur Verbesserung der Energieeffizienz von Reinräumen und Reinluftgeräten

IEC_61482-1

IEC 61482-1-2 - Schutzkleidung gegen thermische Gefahren eines Lichtbogens

Arbeiten in der Nähe von unter Spannung stehenden Teilen und elektrotechnische Arbeiten bergen die Gefahr von Störlichtbögen. Schutzbekleidung nach dieser Norm verringert die thermische Gefahr durch diese Störlichtbögen. Der Schutz vor elektrischen Schlägen ist jedoch nicht abgedeckt.

Es werden 2 Klassen unterschieden:

Klasse 1 (4 kA) - Arbeiten unter Spannung - Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens
Klasse 2 (7 kA) - Arbeiten unter Spannung - Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens

oeko-tex-100

Öko-Tex® Standard 100

Was sagt das Label aus?

Das Label Öko-Tex® Standard 100 sagt aus, dass alle Bestandteile eines Artikels schadstoffgeprüft und somit gesundheitlich unbedenklich sind. Dies sind zum Beispiel Fäden, Knöpfe und Accessoires.

Welche Produktklassen gibt es?

Für die Produktklassen im Öko-Tex® Standard 100 werden die Artikel gemäß ihrem Verwendungszweck gebündelt, diese werden wie folgt unterteilt:

Produktklasse 1: Produkte für Babys. Hier gibt es die strengsten Anforderungen und Grenzwerte.
Produktklasse 2: Produkte mit Hautkontakt. Gemeint sind Artikel, die entweder direkt auf der Haut getragen werden oder mit der Haut in Kontakt kommen, wie Blusen, Hemden oder Unterwäsche.
Produktklasse 3: Produkte ohne Hautkontakt. Darunter sind Artikel zu verstehen, die minimalen oder keinen Hautkontakt haben, wie jacken oder Westen.
Produktklasse 4: Ausstattungsmaterialien. Hierunter werden Artikel wie Vorprodukte oder Zubehöre zusammengefasst, die zu Ausstattungszwecken verwendet werden. Dies kann Tischwäsche, Vorhänge oder Möbelstoffe sein.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.oeko-tex.com/de/unsere-standards/standard-100-by-oeko-tex

Atemschutz Chemische Risiken

EN 149

Atemschutzgeräte - Filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikel

Gibt die Anforderungen an filtrierenden Halb- und Vollmasken zum Atemschutz vor. Halbmasken bedecken den Mund und die Nase, während Vollmasken das ganze Gesicht umfassen. Die Schutzklasse der Maske werden anhand der maximalen Arbeitsplatzkonzentration (= MAK-Wert) differenziert: FFP1: Halbmasken mit Schutz bis zum 4-fachen der maximal erlaubten Arbeitsplatzkonzentration. FFP2: Halbmasken mit Schutz bis zum 10-fachen der maximal erlaubten Arbeitsplatzkonzentration (Vollmasken bis zum 15-fachen). FFP3: Halbmasken mit Schutz bis zum 30-fachen der maximal erlaubten Arbeitsplatzkonzentration (Vollmasken bis zum 400-fachen).
Bekleidung Wetterschutz

EN 343:2019

Schutzkleidung - Schutz gegen Regen

Definiert die Anforderungen für Bekleidung zum Schutz vor Regen. Dafür wird die Wasserdichtheit und die Atmungsaktivität ermittelt und in drei Klassen eingeteilt, von denen 3 die höchste Stufe ist: Wasserdurchgangswiderstand: Klasse 1: - Klasse 2: > 800 mmH2O Klasse 3: > 1.300 mmH2O Klasse 4: >= 20.000 mmH2O Wasserdampfdurchgangswiderstand: Klasse 1: Ret über 150 Klasse 2: < 20 Ret ≤ 40 Klasse 3: Ret < 20 Klasse 4: Ret < 10 R oder X: R bedeutet, das Produkt wurde auf Beregnung von oben getestet, X bedeutet dieser Test wurde nicht durchgeführt.
Bekleidung Chemische Risiken

EN 369

Schutzkleidung - Schutz gegen flüssige Chemikalien - Prüfverfahren: Widerstand von Materialien gegen die Permeation von Flüssigkeiten

Handschutz Chemische Risiken

EN 374

Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen

Diese Norm besteht aus mehreren Teilen.

EN 374-1 Terminologie und Leistungsanforderungen

In der Norm DIN EN ISO 374-1 sind Anforderungen an Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien festgelegt. Sie gilt in Verbindung mit der Grundnorm DIN EN 420 (allgemeine Anforderungen). Insgesamt werden drei Leistungstypen unterschieden: Typenklassen Typ A: Schutzhandschuh weist eine Permeationsbeständigkeit von mindestens jeweils 30 Minuten bei mindestens 6 Prüfchemikalien auf. Typ B: Schutzhandschuh weist eine Permeationsbeständigkeit von mindestens jeweils 30 Minuten bei mindestens 3 Prüfchemikalien auf. Typ C: Schutzhandschuh weist eine Permeationsbeständigkeit von mindestens 10 Minuten bei mindestens 1 Prüfchemikalie auf.

EN 374-2 Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen Bestimmung des Widerstandes gegen Penetration

EN 374-3 Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen Bestimmung des Widerstands von Materialien gegen die Permeation von Chemikalien

EN 374-4 Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen Bestimmung des Widerstandes gegen Degradation durch Chemikalien

EN 374-5 Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen

Die Norm beschreibt die Terminologie und Leistungsanforderungen für Risiken durch Mikroorganismen. Hierbei werden zwei Arten unterschieden: -> Schutzhandschuhe gegen Bakterien und Pilze -> Schutzhandschuhe gegen Bakterien, Pilze und Viren Die Norm ist auf dem Handschuh deutlich durch das Piktogramm "Schutz gegen Mikroorganismen" gekennzeichnet. Beim Schutz gegen Viren ist unter dem Piktogramm der Schriftzug "VIRUS" angebracht. Hier wurde die Dichtheit gegen die Durchdringung durch das Bakteriophage Phi-X174 überprüft.
Bekleidung Mechanische Risiken

EN 381

Schutzkleidung für die Benutzer von handgeführten Kettensägen

Teil 1: Prüfstand zur Prüfung des Widerstandes gegen Kettensägen-Schnitte Teil 2: Prüfverfahren für Beinschutz Teil 3: Prüfverfahren für Schuhwerk Teil 4: Prüfverfahren für Schutzhandschuhe für Kettensägen Teil 5: Anforderungen an Beinschutz Typ A: Ist ein Frontschutz, der jedes Bein teilweise (180°) und extra 5 cm zum Innenteil des rechten Beines und 5cm des Außenteil des rechten Beines abdeckt. Typ B: Identisch mit Typ, besitzt zusächlich 5 cm extra Schutz an der Innenseite des linken Beines. Typ C: Bedeckt jedes Bein rundum. Der Schutz beginnt beim Saum des Hosenbeins und endet vonr 20 cm über dem Schritt und hinter min 50 cm unter dem Bund. Teil 7: Anforderungen an Schutzhandschuhe für Kettensägen Teil 8: Prüfverfahren für Schutzgamaschen für Kettensägen Teil 9: Anforderungen an Schutzgamaschen für Kettensägen Teil 10: Prüfverfahren für Oberkörperschutzmittel Teil 11: Anforderungen für Oberkörperschutzmittel Für sowohl die Vorder- als auch die Rückseite der Jacke definiert der Standard eine Mindestfläche der Schutzeinlage auf den Schultern, den Ärmeln und der Brust. Auf der Vorderseite der Ärmel muss die Schutzeinlage mindestens 80% der Gesamtoberfläche bedecken und die nicht geschützte Oberfläche der Ärmel darf nicht mehr als 70 mm sein (gemessen ab dem Ärmelsaum).
Handschutz Spezialschutz

EN 388:2016 + [a.b.c.d.e.f]

Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken

Leistungsstufen nach EN 388

Leistungsstufen nach EN 388 Leistungsindikator
0 1 2 3 4 5
a ► Abriebfestigkeit: 0 bis 4 (Zyklen) < 100 100 500 2000 8000
b ► Schnittfestigkeit: 0 bis 5 (Faktor) < 1,2 1,2 2,5 5,0 10,0 20,0
c ► Weiterreißfestigkeit: 0 bis 4 (Newton) < 1,2 10 25 50 75
d ► Durchstichfestigkeit: 0 bis 4 (Newton) < 20 20 60 100 150
e ► Schnittfestigkeit (TDM) nach EN ISO 13997:1999: A bis F (Newton) 2 5 10 15 22 30
f ► Stoßschutzprüfung: P
Zwischen den beiden Varianten des Schnittschutzes (gerade bzw. runde Klinge) gibt es wesentliche Unterschiede im Testverfahren und den daraus resultierenden Ergebnissen. Da die Ergebnisse zwischen beiden Verfahren sehr unterschiedlich ausfallen, müssen auch die Testwerte unabhängig voneinander betrachtet werden. Dabei ist das Testverfahren mit runden Klingen besser geeignet, um den Schutz bei Arbeiten mit leichten, scharfen Gegenständen einzuschätzen, während der Test mit geraden Klingen für Arbeiten mit unterschiedlichen Krafteinwirkungen bzw. stoßartigen Risiken bessere Einschätzungen liefert.
Handschutz Thermische Risiken

EN 407:2004 + [a.b.c.d.e.f]

Schutz vor thermischen Gefahren

Geprüft wird innerhalb dieser Norm auf den Schutz von Handschuhen von Risiken durch thermische Risiken. Hierzu zählen unter anderem Kontaktwärme, Strahlungswärme sowie Spritzer. Inhalt des Tests sind die folgenden Kriterien:

Leistungsstufen nach EN 407

Prüfkriterien nach EN 407 Leistungsstufen
0 1 2 3 4
a ► Brennverhalten Stufe 0 bis 4
b ► Kontakthitze Stufe 0 bis 4
c ► Konvektionshitze Stufe 0 bis 4
d ► Strahlungshitze Stufe 0 bis 4
e ► Kleine Spritzer geschmolzenen Metalls Stufe 0 bis 4
f ► Große Mengen geschmolzenen Metalls Stufe 0 bis 4
Höhere Werte kennzeichnen ein besseres Testergebnis. Der Wert „X“ signalisiert, dass der Handschuh nach diesem Kriterium nicht getestet wurde. Bei einem Wert <3 darf solch ein Handschuh nicht mit offenem Feuer in Kontakt kommen.
Handschutz Allgemeine Anforderungen

EN 420

Grundnorm für Schutzhandschuhe

Innerhalb dieser Norm werden die allgemeinen Anforderungen an Schutzhandschuhe festgelegt. Diese Anforderungen beinhalten Gestaltungsgrundsätze, Konfektionierung, Materialwiderstände gegen Wasserdurchdringung, Unschädlichkeit, Komfort, Leistungsvermögen, Herstellerkennzeichnungen sowie die vom Hersteller zu liefernden Informationen.
Handschutz Spezialschutz

EN 421

Schutzhandschuhe gegen ionisierende Strahlung und radioaktive Kontamination

Die Europäische Norm EN 421 legt die Anforderungen und Prüfverfahren von Schutzhandschuhen gegenüber ionisierender Strahlung und radioaktiver Kontamination fest. Anforderungen der Norm EN 421 -> flüssigkeitsdicht sowie Bestehen des Penetrationstests gemäß EN ISO 374 -> Bestehen der Luftdruck-Dichtheitsprüfung und muss einen hohen Widerstand gegen das Eindringen von Wasserdampf bieten -> Zum Schutz vor ionisierender Strahlung müssen Handschuhe der EN 421 einen bestimmten Anteil an Blei oder eines gleichwertigen Metalls enthalten
Handschutz Infektionsschutz

EN 455

Medizinische Handschuhe zum einmaligen Gebrauch

Damit Einweghandschuhe für den Gebrauch im medizinischen Bereich zugelassen werden, müssen sie den Anforderungen der EN 455 gemäß Richtlinie 93/42/EWG entsprechen. Diese Norm ist in vier Teile untergliedert:

455-1 - Dichtheit

Der erste Teil (EN 455-1) befasst sich damit, ob ein Einmalhandschuh dicht ist. Hierfür werden stichprobenartig 1000 ml Wasser mit einer Temperatur von 15 bis 35 Grad Celsius für zwei bis drei Minuten in den Einmalhandschuhe gefüllt. Diese Wasserdurchlässigkeitsprüfung erfolgt zwei Mal. Zunächst wird unmittelbar nach der Befüllung mit Wasser geschaut, ob Wasser aus dem Handschuh austritt. Nach 2 bis 3 Minuten wird ein weiteres Mal geprüft, ob der Einweghandschuh immer noch dicht ist. Auf diese Weise wird der gesamte Handschuh bis auf die letzten 4 cm am Stulpenrand überprüft. Eine Undichtigkeit am Stulpenrand ist wenig problematisch, da in der Regel nur die Handflächen bzw. Finger mit ggf. kontaminierten Flächen und Gegenständen in Berührung kommen. Das Accepted Quality Level (= akzeptiertes Qualitätsniveau) muss bei medizinischen Handschuhen bei mindestens 1.5 liegen (AQL 1.5) Auch dieses Qualitätsniveau wird mithilfe einer angemessenen Stichprobe getestet.

455-2: physikalische Eigenschaften

Im Rahmen des zweiten Teils der Norm (EN 455-2) werden die physikalischen Charakteristika des Handschuhs überprüft. Hierzu zählen die Maße sowie die Reißfestigkeit des Einmalhandschuhs. Damit ein Einmalhandschuh offiziell der Europäischen Norm 455 entspricht, müssen jeder hergestellten Charge mindestens 13 Handschuhe zur Probe entnommen werden.

455-3: Biologische Bewertung - Puder, Chemikalien, Endotoxine

Die Tests bezüglich des dritten Teils der Europäischen Norm 455 (EN 455-3) informieren darüber, ob und inwiefern in dem Handschuh Endotoxine, Puder, Chemikalien und herauslösbare Proteine vorhanden sein dürfen. Dieser dritte Teil der EN 455 gibt zum einen Grenzwerte für Chemikalien, Endotoxine etc. vor, die nicht überschritten werden dürfen, wenn ein Handschuh dieser Norm entsprechen und somit für den medizinischen Einsatz zugelassen werden soll. Zusätzlich werden in der EN 455-3 auch die entsprechenden Prüfverfahren beschrieben, anhand derer ein Hersteller bzw. der zuständige Prüfer den Protein-, Chemikalien- und Endotoxingehalt eines Handschuhs testen soll. Da ein Handschuh nach diesen Tests nicht mehr verkauft werden kann, wird nicht jeder einzelne Handschuh geprüft, sondern Stichproben.

455-4: Haltbarkeitsdauer

Der vierte Teil der EN455 (EN 455-4) befasst sich mit der Haltbarkeitsdauer der Einmalhandschuhe. Diese beträgt nach dem Produktionsdatum in der Regel fünf Jahre. Um bereits kurz nach der Herstellung ein realistisches Haltbarkeitsdatum angeben zu können, wird nach der Herstellung zunächst eine beschleunigte Bestimmung der Haltbarkeitsdauer durchgeführt. Hierzu wird in einem speziellen Ofen eine Alterung des Handschuhs simuliert. Danach hat der Einmalhandschuh sehr ähnliche, wenn nicht gleiche Charakteristika wie der Handschuh nach drei Jahren haben würde. Nach dieser beschleunigten Alterung wird der Einmalhandschuh erneut auf Dichtheit (EN455-1) sowie Reißfestigkeit (EN455-2) überprüft. Zudem wird geprüft, ob sich der Einweghandschuh noch für den vorgesehenen Einsatzzweck eignet. Besteht der Handschuh diese drei Tests, kann vorläufig gesagt werden, dass der Handschuh drei Jahre lang haltbar ist. Ob ein Einmalhandschuh letztlich 5 Jahre haltbar ist, wird nach Ablauf der Zeit erneut mit Handschuhen überprüft, die tatsächlich fünf Jahre alt sind. Auch hier werden wieder die Tests der EN 455-1 und der EN 455-2 angewandt sowie die Überprüfung zur Eignung für ihren Einsatzzweck. Bei sterilen Einmalhandschuhen wird zudem überprüft, ob die Sterilverpackung nach fünf Jahren noch unversehrt ist. Die Haltbarkeitsdauer muss gut erkennbar auf der kleinsten Verpackungseinheit, d.h. auf der Handschuhbox, zu sehen sein. Es ist wichtig, dass die Angaben über die Haltbarkeitsdauer auch nach den fünf Jahren noch lesbar sind. Des Weiteren ist es notwendig, dass auf den Handschuhboxen über die richtige Lagerung informiert wird. Dies geschieht in der Regel mithilfe von einfachen, bildlichen Darstellungen (Piktogramme).
Handschutz Thermische Risiken

EN 511:2006

Schutzhandschuhe gegen Kälte

Die nachstehenden Kriterien geben Auskunft darüber, wie gut ein Handschuh Ihre Hände bei Arbeiten in kalten Umgebungen schützt: -> Konvektive Kälte: 0 bis 4 -> Kontaktkälte: 0 bis 4 -> Wasserdichtigkeit: 0 bis 1 Höhere Werte kennzeichnen ein besseres Testergebnis. Der Wert „X“ signalisiert, dass der Handschuh nach diesem Kriterium nicht getestet wurde.
Bekleidung Thermische Risiken

EN 531

Schutzkleidung – Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen

Bei kurzem Kontakt mit Flammen und mindestens einer Art von Hitze, ist Kleidung geeignet, die nach dieser europäischen Norm geprüft wurde. Unterschieden wird dabei zwischen folgenden Hitzearten: Begrenzte Flammenausbreitung: A Schutz vor Konvektionshitze: B1 – B5 Schutz vor Strahlungshitze: C1 – C4 Schutz gegen flüssiges Eisen: E1 = 60g – 120g Schutz gegen flüssiges Eisen: E2 = 121g – 200g Schutz gegen flüssiges Eisen: E3 >= 201g Mittlerweile wurde die EN 531 durch die EN ISO 11612 ersetzt.
Bekleidung Spezialschutz

EN 1073

Schutzkleidung gegen radioaktive Kontamination

Teil 1: Anforderungen und Prüfverfahren für belüftete Schutzkleidung gegen radioaktive Kontamination durch feste Partikel Teil 2: Anforderungen und Prüfverfahren für unbelüftete Schutzkleidung gegen radioaktive Kontamination durch feste Partikel Es werden drei Leistungsklassifizierungen mit einem Sollschutzfaktor gegen das Eindringen von Aerosolen kleiner Partikel (0,6 Mikrometer) unterschieden: Klasse 1 = Sollschutzfaktor 5 Klasse 2 = Sollschutzfaktor 50 Klasse 3 = Sollschutzfaktor 500
Bekleidung Elektrische Risiken

EN 1149

Schutzkleidung - Elektrostatische Eigenschaften

Beschreibt die Anforderungen an elektrisch leitfähige Bekleidung. Diese Bekleidung ist geerdet, zum Beispiel durch Kombination mit leitfähigen Schuhen, um die Bildung von Funken zu reduzieren und somit auch die Explosionsgefahr. Die Norm unterteilt sich weiter in: EN 1149-1 Teil 1: Prüfverfahren für die Messung des Oberflächenwiderstandes EN 1149-2 Teil 2: Prüfverfahren für die Messung des elektrischen Widerstandes durch ein Material (Durchgangswiderstand) EN 1149-3 Teil 3: Prüfverfahren für die Messung des Ladungsabbaus EN 1149-5 Teil 5: Leistungsanforderungen an Material und Konstruktionsanforderungen
Handschutz Thermische Risiken

EN 12477

Schutzhandschuhe für Schweißer

In der Norm EN 12477 werden Schutzhandschuhe für Handschweißen, Schneiden und verwandte Metallbearbeitungen definiert. Sie erfüllen die Grundnorm EN 420, besitzen jedoch einen deutlich längeren Unterarmschutz, um vor Schweißperlen zu schützen. Die Norm unterscheidet Handschuhe in zwei Typen. Typ A: Diese Handschuhe erfüllen höhere Anforderungen und sind empfehlenswert für schwere Schweißverfahren Typ B: Diese Handschuhe bieten eine größere Bewegungsfreiheit und werden bevorzugt beim TIG-Schweißen eingesetzt. Schweißerhandschuhe müssen klar als Typ A oder B gekennzeichnet sein.
Atemschutz Spezialschutz

EN 12941

Atemschutzgeräte - Gebläsefiltergeräte mit einem Helm oder einer Haube

Definiert die Mindestanforderungen an Atemschutzsysteme in Kombination mit einem Helm oder einer Haube. Dabei gibt es drei Schutzgrade in Abhängigkeit der Undichtigkeit nach innen (Leckage). Die maximal zulässige Innenleckage beträgt: Schutzgrad TH1: <15% Schutzgrad TH2: <2% Schutzgrad TH3: <0,2%
Bekleidung Chemische Risiken

EN 13034

Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien

Spezifiziert die Anforderungen an flüssigkeitsdichte oder begrenzt eingesetzte Chemikalienschutzkleidung. Diese Bekleidung schützt vor leichten Spritzern und Aerosolen (z.B. durch Sprays) von Chemikalien, deren Wirkung als geringes Risiko eingestuft wird. Im Falle einer Kontamination der Schutzkleidung bleibt dem Träger dadurch ausreichend Zeit um geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Der Schutz dieser Bekleidung ist also eingeschränkt (Ausrüstung Typ 6 und Typ PB [6]).
Bekleidung Spezialschutz

EN 13758

Textilien - Schutzeigenschaften gegen ultraviolette Sonnenstrahlung

In der europäischen Norm EN 13758-2 sind die Anforderungen an die Kennzeichnung von Bekleidung festgelegt, die zum Schutz des Trägers gegen die Belastung durch ultraviolette Sonnenstrahlung vorgesehen ist. Bekleidung, die gemäß EN 13758-2 genormt ist, schützt den Träger vor der UVA- und UVB-Strahlung des Sonnenlichts. Unter gewissen Bedingungen kann die Schutzwirkung der Bekleidung auch verloren gehen. Zum Beispiel wenn die Bekleidung nass oder abgetragen ist. Daher sollte die Kleidung gemäß den Hinweisen auf der Innenseite gepflegt und behandelt werden. Ermittelt wird der UV-Schutzfaktor UPF (UPF = Ultra Violet Protection Factor) eines Textils. Der Standard EN 13758 verwendet das Sonnenspektrum von Albuquerque (USA), welches annähernd der Sonneneinstrahlung in Südeuropa entspricht.

UPF-Einstufung nach EN 13758

UPF-Bereich Schutz Abschirmung UV Klassen
15 - 24 Gut 93,3 - 95,8 % 15, 20
25 - 39 Sehr gut 96,0 - 97,4 % 25, 30, 35
40 - 50+ Ausgezeichnet 97,5 - 98+ % 40, 45, 50, 50+

-> Der UPF (Ultraviolet Protection Factor) gibt an, wie viel länger der Nutzer der Sonne ausgesetzt sein kann, ohne Hautschäden davon zu tragen. -> Ein UPF von 50 bedeutet, dass nur noch 1/50 der UV-Strahlen durch das Gewebe dringt.

Bekleidung Thermische Risiken

EN 14058

Schutzkleidung - Kleidungsstücke zum Schutz gegen kühle Umgebungen

Diese europäische Norm legt die Anforderungen an und die Prüfverfahren für die Gebrauchseigenschaften von Kleidungsstücken zum Schutz des Körpers gegen kühle Umgebungen fest. Einsatz der geprüften Kleidung in Umgebung von Lufttemperatur, die -5°C und höher ist. In der Kennzeichnung muss die Klassifizierung des Wärmedurchgangswiderstandes angegeben sein.

Leistungslevel

-> a: Wärmedurchgangswiderstand (Rct Wert) -> b: Luftdurchlässigkeit (optional) -> c: Wasserdichtigkeit (optional) -> d: Wärmeisolation mittels sich bewegender/statischer Puppe (optional)

Wärmedurchgangswiderstand

Der Rct-Wert wird über alle Schichten der Kleidung gemeinsam bestimmt. Es werden 3 Klassen unterschieden:
Klasse Wärmewiderstand Rct (in m² · K/W)
Klasse 1 0,06 ≤ Rct < 0,12
Klasse 2 0,12 ≤ Rct < 0,18
Klasse 3 0,18 ≤ Rct < 0,25

-> Der Wärmewiderstand Rct misst die Isolationseigenschaften von Textilien. -> Ab einem Wert von Rct > 0,25 fällt die Bekleidung normalerweise unter die Norm EN 342 (Schutz gegen Kälte).

Luftdurchlässigkeit (optional)

Optional kann die Kleidung auf Luftdurchlässigkeit geprüft werden. Hier werden 3 Klassen unterschieden, wobei die Eignung des Produkts für gewisse Windgeschwindigkeiten gemessen wird. Klasse 3 bietet hierbei den größten Windschutz.
Schutzstufe Windgeschwindigkeit (WG)
Klasse 1 WG < 1 m/s
Klasse 2 1 m/s ≤ WG < 5 m/s
Klasse 3 WG ≥ 5 m/s

-> Die Luftdurchlässigkeit des Materials bestimmt, wie effektiv die Windchill-Effekte abgeblockt werden. -> Klasse 3 bietet den höchsten Schutz gegen starken Wind und verhindert das Auskühlen des Körpers am effektivsten.

Wasserdichtigkeit (optional)

Ebenfalls optional ist eine Prüfung der Wasserdichtigkeit nach EN 14058. Es werden zwei Klassen unterschieden, wobei Klasse 2 den höchsten Schutz bietet.
Klasse Wasserdichtigkeit (Wp in Pa)
Klasse 1 8.000 Pa ≤ Wp ≤ 13.000 Pa
Klasse 2 Wp > 13.000 Pa

-> Der Wert Wp gibt den Druck an, dem das Material standhält, bevor Wasser durchdringt. -> Zum Vergleich: 10.000 Pa entsprechen etwa einer Wassersäule von 1.000 mm. -> Klasse 2 bietet einen deutlich höheren Widerstand gegen Regen und Feuchtigkeit von außen.

Bekleidung Infektionsschutz

EN 14126

Schutzkleidung - Leistungsanforderungen und Prüfverfahren für Schutzkleidung gegen Infektionserreger

Im Umgang mit biologischen Stoffen prüft diese europäische Norm die Schutzfähigkeit des Materials vor biologisch kontaminierten Flüssigkeiten (durch Bakterien). Dabei wird das Material der Schutzbekleidung der mit Bakterien versehenen Flüssigkeit ausgesetzt und getestet, ob Bakterien das Material durchdrungen haben. Die Norm gliedert sich in folgende Teile 1. Anforderungen an das Material 1.1 Allgemeines 1.2 Mechanische Anforderungen und Anforderungen an die Entflammbarkeit 1.3 Chemische Anforderungen 1.4 Leistungsanforderungen für den Widerstand gegen die Penetration von Infektionserregern 2. Leistungsanforderungen an Nähte, Verbindungen und Verbünde 3. Leistungsanforderungen an den gesamten Anzug Arten von Schutzkleidung lt. EN 14126:

Einteilung der Schutztypen (Chemikalienschutz)

Typ Beschreibung Relevante Norm
Typ 1a-B, 1b-B, 1c-B Gasdicht (Schutz gegen gasförmige und flüssige Chemikalien) EN 943-1, EN 943-2
Typ 2-B Nicht gasdicht (Schutz gegen Staub, Flüssigkeiten und Dämpfe) EN 943-1, EN 943-2
Typ 3-B Flüssigkeitsdicht (Schutz gegen Druckbeaufschlagung mit flüssigen Chemikalien) EN 14605
Typ 4-B Spraydicht (Schutz gegen flüssige Aerosole) EN 14605
Typ 5-B Partikeldicht (Schutz gegen luftgetragene feste Partikel) ISO 13982-1
Typ 6-B Begrenzt spritzdicht (Schutz gegen leichten Sprühnebel) EN 13034

-> Die Typen-Klassifizierung hilft bei der Auswahl des richtigen Anzugs basierend auf dem Aggregatzustand der Gefahr. -> Das Suffix "-B" bestätigt die zusätzliche Prüfung nach EN 14126 (Schutz gegen Infektionserreger).

Bekleidung Chemische Risiken

EN 14325

Schutzkleidung gegen Chemikalien – Prüfverfahren und Leistungseinstufung für Materialien, Nähte, Verbindungen und Verbünde

Diese Norm ist eine sogenannte Bezugsnorm, auf die sich andere Normen, welche die Leistungsfähigkeit von Chemikalienschutzkleidung behandeln, gänzlich oder in Teilen beziehen können. Sie legt den Leistungsumfang und Prüfverfahren für Materialien fest, die in Chemikalienschutzkleidung Verwendung finden. Die EN 14325 enthält daher Klassifizierungstabellen für alle in den verschiedenen Normen geforderten physikalischen Leistungsmerkmale: ->Abnutzungswiderstand ->Biegebruchwiderstand ->Trapezförmiger Weiterreißwiderstand ->Berstwiderstand ->Zugfestigkeit ->Durchstichfestigkeit ->Widerstandsfähigkeit gegen die Permeation von Chemikalien ->Widerstandsfähigkeit gegen Durchdringung und Abstoßung ->Nahtstärke Hierbei sind Handschuhe und Schuhwerk ebenfalls inbegriffen, da sie einen integralen Bestandteil der Schutzkleidung darstellen können.
Bekleidung Chemische Risiken

EN 14605:2005 + A1:2009

Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien

Die Norm EB 14605 definiert die Leistungsanforderungen an Chemikalienschutzanzüge mit flüssigkeitsdichten (Typ 3) oder spraydichten (Typ 4) Verbindungen zwischen den Teilen der Kleidung, einschließlich der Kleidungsstücke, die nur einen Schutz für Teile des Körpers gewähren (Typen PB [3] und PB [4]). Typ 3 und 4 bezieht sich dabei auf Kleidung, die mindestens den Rumpf, Arme und Beine schützt (Anzüge oder Overalls). Die Typen PB3 und PB 4 (Partial Body Protection = Teilkörperschutz) finden Anwendung beispielsweise bei Armstulpen oder Schürzen, die nur einen Teil des Körpers abdecken.
Atemschutz Infektionsschutz

EN 14683:2019-10

Medizinische Gesichtsmasken - Anforderungen und Prüfverfahren

Diese Norm gilt ausschließlich für Masken, die im medizinischen Arbeitsbereich Anwendung finden. Sie gilt nicht für Masken, die für den persönlichen Schutz im Alltag gedacht sind. Sie beschreibt den Aufbau und die Gestaltung sowie Leistungsanforderungen und Prüfverfahren. In der DIN EN 14683 werden zwei Kategorien unterschieden: Typ I: geringer Schutz vor Infektionen und Erregern, guter Schutz bei größeren Tröpfchen Typ II(R): höhere baktierielle Filtereffizienz und beim Typ IIR mit zusätzlichem Spritzwiderstand
Handschutz Elektrische Risiken

EN 16350

Schutzhandschuhe - Elektrostatische Eigenschaften

Diese Norm stellt zusätzliche Anforderungen an Schutzhandschuhe, die in explosiven Umgebungen getragen werden, auf. Sie spezifiziert ein Prüfverfahren sowie Anforderungen an die Leistung, Kennzeichnung und Informationen zu elektrostatisch ableitfähigen Schutzhandschuhen, um das Risiko einer Explosion so gering wie möglich zu halten. Diese Norm dient als Grundlage für das Inverkehrbringen von Chemikalienschutzanzügen unter der Richtlinie 89/686/EWG für Persönliche Schutzausrüstung. Hierdurch soll ein einheitliches Sicherheitsniveau festgelegt werden. Mögliche Anwender dieser Norm sind Prüfinstitute, Zertifizierungsstellen und Hersteller.
Bekleidung Warnschutz

EN 17353

Schutzkleidung – Ausstattung zur erhöhten Sichtbarkeit für mittlere Risikosituationen

Kleidung mit einer DIN EN 17353 Zertifizierung weißt dem Träger eine erhöhte Sichtbarkeit aus. Sie ähnelt damit damit der Norm EN ISO 20471 Warnschutz, besitzt jedoch den entscheidenden Unterschied, dass sie jedoch nur für Einsätze mit mittlerem Risiko gedacht ist. Sie ersetzt die Normen EN 1150 und EN 13356. Innerhalb der Norm werden zwei Typen unterschieden: Typ A ist ausschließlich zur Anwendung bei Tageslicht und Typ B ausschließlich zur Anwendung bei Dunkelheit und Dämmerung vorgesehen. Typ B unterteil sich noch einmal in 3 Typen (B1-B3). Hiermit wird unterschieden, ob die Bewegung oder die Silhouette sichtbar gemacht wird.

Ausstattungstypen nach EN 17353

Typ Einsatzgebiet Anforderung
Typ A Nur bei Tageslicht Nur fluoreszierendes Material
Typ B Nur bei Dunkelheit Nur retroreflektierendes Material
Typ AB Tageslicht, Dämmerung und Dunkelheit Fluoreszierendes & retroreflektierendes Material

-> Beide Typen sind auch als Kombination Typ AB möglich. -> Die Warnwirkung ist hier dennoch niedriger als bei der Hochrisiko-Norm EN ISO 20471.

Unterteilung Typ B (Dunkelheit)

Typ Anbringungsform Visualisierung
B1 Frei hängende Anbringung Erkennen von Bewegung
B2 Anbringung an den Gliedmaßen Erkennen von Bewegung
B3 Anbringung auf Torso und/oder Gliedmaßen Erkennen der Silhouette
Bekleidung Elektrische Risiken

EN 61482

Arbeiten unter Spannung – Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens

Bei dieser Norm werden Materialien und Kleidungsstücke von hitzebeständiger und flammhemmender Schutzkleidung geprüft, bei denen die Gefahr des Auftretens eines Störlichtbogens besteht. Hierfür wird, anders als bei DIN EN 61482-1-2, ein Niederspannungsstromkreis verwendet. Beim Test mit einem gerichteten Lichtbogen, werden neben der Nachbrennzeit auch die Lochbildung und das Durchschmelzen gemessen. Die Ergebnisse müssen unterhalb der Stollkurve liegen, sie gibt an, ab wann Verbrennungen 2. Grades enstehen können.
Handschutz Chemische Risiken

EN ISO 374

Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen

In der Norm (EN) 374 sind die Anforderungen definiert, die ein Handschuh erfüllen muss, um als Chemiekalienschutzhandschuhe zu gelten. Diese ist in 5 Teile untergliedert.

Teil 1: Terminologie und Leistungsanforderungen (ISO 374-1:2016)

In der Norm DIN EN ISO 374-1 sind Anforderungen an Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien festgelegt. Sie gilt in Verbindung mit der Grundnorm DIN EN 420 (allgemeine Anforderungen). Insgesamt werden drei Leistungstypen unterschieden: -> Typ A: mindestens Leistungsstufe 2 gegen mindestens sechs Prüfchemikalien aus der Liste von 18 Chemikalien -> Typ B: mindestens Leistungsstufe 2 gegen mindestens drei Prüfchemikalien aus der Liste aus der Liste von 18 Chemikalien. -> Typ C: mindestens Leistungsstufe 1 gegen mindestens eine Prüfchemikalien aus der Liste von 18 Chemikalien. Sie sind auf dem Handschuh deutlich gekennzeichnet durch das Piktogramm Erlenmeyerkolben in Kombination mit der Typenbezeichnung. Unter dem Erlenmeyer-Piktogramm geben Kennbuchstaben an, gegen welche Chemikalien der Handschuh geprüft ist. Darüber hinaus ist 2016 (EN ISO 374-1:2016: Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen - Teil 1: Terminologie und Leistungsanforderungen für chemische Risiken) veröffentlicht worden. Dabei wurden die Kennungen von den Buchstaben M - T erweitert:

Liste der Prüfchemikalien

A Methanol G Diethylamin M Salpetersäure 65%
B Aceton H Tetrahydrofuran N Essigsäure 99%
C Acetonitril I Ethylacetat O Ammoniakwasser 25%
D Dichlormethan J n-Heptan P Wasserstoffperoxid 30%
E Kohlenstoffdisulfid K Natriumhydroxid 40% S Flusssäure 40%
F Toluol L Schwefelsäure 96% T Formaldehyd 37%

Teil 2: Bestimmung des Widerstandes gegen Penetration

Der zweite Teil der Norm (EN 374-2) gibt Aufschluss über die Widerstandsfähigkeit des Handschuhs gegenüber der Penetration von Chemikalien. Hierfür wird der Handschuh einer Dichtheitsprüfung unterzogen. Diese beinhaltet eine Wasser-Leck-Prüfung und/oder eine Luft-Leck-Prüfung. Hierbei wird der Handschuh mit Luft oder Wasser gefüllt und so überprüft, ob eines der Füllmittel austritt. Vor den Neuerungen der Europäischen Norm 374 wurde diese Wasser- bzw. Luftdichtheit mit dem Becherglas-Piktogramm gekennzeichnet.

Teil 3: Bestimmung des Widerstandes gegen Permeation

Die EN 374-3 verweist seit 2016 auf die EN 16523-1. Mit dem in dieser Norm beschriebenen Testverfahren wird geprüft, wie lange ein Chemikalienschutzhandschuh mindestens drei verschiedenen Prüfchemikalien standhalten kann.

Teil 4: Bestimmung des Widerstandes gegen Degradation

Diesen Teil der Norm gibt es seit 2014 und befasst sich mit der Frage, inwieweit sich die mechanisch-physikalischen Materialeigenschaften im Kontakt mit den Prüfchemikalien verändern (Degradation). Bei diesem Messverfahren wird ein Handschuh einem einstündigen Dauerkontakt mit einer der 18 flüssigen Prüfchemikalien ausgesetzt. Anschließend wird geprüft, inwiefern sich die Durchstichfestigkeit verändert hat. Solch ein Ergebnis ist primär für diejenigen Anwender relevant, die derlei Durchbruchzeiten voll ausreizen oder die Handschuhe mehrfach tragen möchten.

Teil 5: Risiken durch Mikroorganismen

Man unterscheidet zwei Arten von Schutzhandschuhen gegen Mikroorganismen: -> Schutzhandschuhe gegen Bakterien und Pilze -> Schutzhandschuhe gegen Bakterien, Pilze und Viren Sie sind auf dem Handschuh deutlich gekennzeichnet durch das Piktogramm "Schutz gegen Mikroorganismen". Beim Schutz gegen Viren ist unter dem Piktogramm der Schriftzug "VIRUS" angebracht. Hier wurde die Dichtheit gegen die Durchdringung durch das Bakteriophage Phi-X174 überprüft.
Bekleidung Spezialschutz

EN ISO 11393

Schutzkleidung für die Benutzer von handgeführten Kettensägen

Die Norm EN ISO 11393 (ersetzt die EN 381) befasst sich mit Schutzkleidung für handgeführte Kettensägen. Sie ist in verschiedene Teile (oder Ausführungen), je nach Körperteil, untergliedert.

EN ISO 11393-2 - Beinschutz

Dieser Teil spezifiziert die Anforderungen an Beinschutz und definiert drei Typen (oder Designs) der Beinschutzkleidung, je nachdem Art des Schutzes: -> Typ A (Frontschutz): bedeckt jedes Bein teilweise (180°) und extra 5 cm zum inneren Teil des rechten Beines und 5 cm des äußeren Teils des linken Beines. Die Schutzeinlage beginnt bei max. 5 cm ab dem Untersaum des Hosenbeines und endet 20 cm über dem Schritt. -> Typ B: beschreibt den Schutz durch Schnittschutzbeinstöße -> Typ C: hier wird jedes Bein rundum (360°) mit Schutzeinlagen geschützt. Der Schutz beginnt bei max. 5 cm Untersaum des Hosenbeines des Beines und endet vorne auf min. 20 cm über dem Schritt, und hinten auf min. 50 cm unter dem Bund.

EN ISO 11393-4 - Schutzhandschuhe

Bei dieser Norm werden zwei Designs unterschieden: -> 1. Handrücken (Fingerhandschuh): mindestens 110 mm breit und mindestens 120 mm hoch -> 2. Handrücken + 4 Finger (Fäusling): mindestens 110 mm breit und mindestens 190 mm hoch

EN ISO 11393-5 - Schutzgamaschen

Schutzgamaschen dienen der Überbrückung von der Stahlkappe des Sicherheitsschuhs bis hin zur Oberfläche des Kettensägenschutz an Beinen. Diese werden in 4 Klassen unterteilt, die sich an der Kettengeschwindigkeit orientieren.
Klasse Kettengeschwindigkeit
Klasse 0 (nicht mehr erlaubt) 16 m/s
Klasse 1 20 m/s
Klasse 2 24 m/s
Klasse 3 28 m/s

EN ISO 11393-6 - Oberkörperschutz

Auch hier werden 2 Designtypen unterschieden. -> Typ 1: Auf der Vorderseite der Ärmel muss die Schutzeinlage mindestens 80% der Gesamtoberfläche bedecken und die nicht geschützte Oberfläche der Ärmel darf nicht mehr als 70 mm sein (gemessen ab dem Ärmelsaum). -> Typ 2: Dieser Typ entspricht dem Typ 1, besitzt jedoch zusätzlich einen Bauchschutz. Auch hier gelten die vier zuvor genannten Klassen.
Bekleidung Thermische Risiken

EN ISO 11611

Schutzkleidung für Schweißen und verwandte Verfahren

Beim Schweißen und dazu verwandten Verfahren schützt Bekleidung mit der Norm EN ISO 11611 gegen kleine Spritzer flüssigen Metalls, kurzer Kontakt mit Flammen, strahlende Hitze von Lichtbögen und Schweißperlen sowie begrenzten elektrischen Ladungen. Es werden grundsätzlich zwei Klassen unterschieden: Klasse 1: bietet eine Beständigkeit bei Metallspritzern bis zu einer Temperaturerhöhung um 40 K auf der Probenrückseite: 15 bis 24 Tropfen und Wärmedurchgangsindex RHTI >/= 7s. Klasse 2: bietet eine Beständigkeit gegenüber Metalltropfen bis zu einer Temperaturerhöhung um 40 K auf der Probenrückseite: >/= 25 Tropfen und Wärmedurchgangsindex >/= 16s. Der zusätzliche Buchstabe A im Piktogramm gibt Aufschluss über die Beflammung von Materialien und Nähten nach EN ISO 15025. A1: Flächenbeflammung 10 Sekunden A2: Kantenbeflammung 10 Sekunden
Bekleidung Thermische Risiken

EN ISO 11612

Schutzkleidung – Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen

Bei kurzem Kontakt mit Flammen und mindestens einer Art von Hitze ist Kleidung geeignet, die nach dieser europäischen Norm geprüft wurde. Der Schutz vor Hitze wird dabei zwischen folgenden Hitzearten unterschieden:

Leistungsstufen der Hitzeeinwirkung

Code Art der Hitze / Einwirkung Leistungsstufen
A Begrenzte Flammenausbreitung A1, A2
B Konvektionshitze B1 – B3
C Strahlungshitze C1 – C4
D Flüssige Aluminiumspritzer D1 – D3
E Flüssige Eisenspritzer E1 – E3
F Kontakthitze F1 – F3

-> Die Leistungsstufen (1 bis 4) geben an, wie lange oder wie intensiv das Material der jeweiligen Hitzeart standhält. -> Stufe 1 steht für den geringsten Schutz, Stufe 3 oder 4 für den höchsten Schutz. -> Der Buchstabe A (Flammenausbreitung) muss zwingend erfüllt sein, um die Norm zu bestehen.

Bekleidung Allgemeine Anforderungen

EN ISO 13688

Schutzkleidung - Allgemeine Anforderungen

In der Norm EN ISO 13688 werden allgemeine Leistungsanforderungen an Ergonomie, Sicherheit, Größenbezeichnung, Alterung, Verträglichkeit und Kennzeichnung von Schutzkleidung sowie die vom Hersteller mit der Schutzkleidung zu liefernden Informationen festgelegt. Sie wird immer in Kombination mit anderen Normen angewendet und qualifiziert allein nicht als Schutz.
Bekleidung Chemische Risiken

EN ISO 13982

Schutz gegen feste Partikel (partikeldicht)

Teil 1: Leistungsanforderungen an Chemikalienschutzkleidung, die für den gesamten Körper Schutz gegen luftgetragene feste Partikel gewährt. Teil 2: Teil 2: Prüfverfahren zur Bestimmung der nach innen gerichteten Leckage von Aerosolen kleiner Partikel durch Schutzanzüge (ISO 13982-2:2004)
Bekleidung Thermische Risiken

EN ISO 14116

Schutz gegen Flammen

Materialien, Materialkombinationen und Kleidung mit begrenzter Flammenausbreitung. Index 1: Schutz vor Flammenausbreitung, brennendes Abtropfen, Nachglimmen Index 2: Schutz vor Flammenausbreitung, brennendes Abtropfen, Nachglimmen, Lochbildung Index 3: Schutz vor Flammenausbreitung, brennendes Abtropfen, Nachglimmen, Lochbildung, Nachbrennen
Fußschutz

EN ISO 20344

Persönliche Schutzausrüstung - Prüfverfahren für Schuhe

Fußschutz Mechanische Risiken

EN ISO 20345

Persönliche Schutzausrüstung - Sicherheitsschuhe

Besteht die Gefahr sich beim Arbeiten die Füße zu verletzen, sollten Schuhe nach dieser Norm getragen werden. Neben den festen Anforderungen zum Schuh-Material und an die Zehenkappe werden die Schuhe in fünf Kategorien unterteilt:

Schutzklassen (Kategorien)

Klasse Anforderungen / Eigenschaften
SB Regulärer Schuh mit Schutzkappe
S1 antistatisch, stoßabsorbierende Sohle (200 Joule), geschlossener Fersenbereich
S2 wie S1 mit wasserabweisendem Schaft
S3 wie S2 mit durchtrittsicherer Zwischensohle
S4 wie S1 mit wasserabweisendem Schaft aus polymerem Material
S5 wie S4 mit Stahlzwischensohle

Optionale Zusatzangaben

A Antistatisch CI Kältebeständige Sohle
E Energieabsorbierender Fersenbereich HI Hitzebeständige Sohle
FO Kohlenwasserstoffbeständige Schuhe WR Wasserdichter Schuh
P Durchtrittsichere Zwischensohle WRU Wasserdichtes Schaftmaterial
HRO Hitzebeständige Laufsohle M Umfassender Schutz des Mittelfußes
CR Schnittschutzschaft -

Rutschhemmung

-> SRA: Rutschhemmend bei Wasser und Reinigungsmitteln auf Keramik -> SRB: Rutschhemmend bei Glycerin auf Stahl -> SRC: SRA und SRB sind erfüllt
Bekleidung Warnschutz

EN ISO 20471

Hochsichtbare Warnbekleidung

Für Situationen, in denen im Straßenverkehr beziehungsweise in Verkehrsnähe ein hohes Risiko besteht, übersehen zu werden, sorgt Bekleidung nach dieser Norm für eine bessere Sichtbarkeit. Gegenüber der EN 471 wurde für eine bessere Rundumsichtbarkeit gesorgt, indem das reflektierende Material rund um den Torso und die Arme angebracht werden muss. Dank dieser Designvorschrift sind Träger dieser Bekleidung auch bei Nacht besser als Personen zu erkennen. Die Einstufung erfolgt in den Klassen 1 bis 3, wobei die Klasse 3 die beste Sichtbarkeit repräsentiert und somit auch für schnell fließenden Verkehr geeignet ist. Beachten Sie bitte, dass die Einstufung teilweise an die Bedingung geknüpft ist, dass die restliche Bekleidung ebenfalls eine Mindestsichtbarkeit nach EN ISO 20471 erreicht.

Mindestfläche des sichtbaren Materials (in m²)

Material Klasse 3 Klasse 2 Klasse 1
Hintergrundmaterial 0,80 m² 0,50 m² 0,14 m²
Retroreflektierendes Material 0,20 m² 0,13 m² 0,10 m²
Material mit kombinierten Eigenschaften n.a. n.a. 0,20 m²

-> ANMERKUNG: Die Klasse der Kleidung richtet sich nach der kleinsten Fläche des sichtbaren Materials. -> Klasse 3 bietet die höchste Auffälligkeit und ist für Arbeiten an Straßen mit hoher Verkehrsgeschwindigkeit (V > 60 km/h) vorgeschrieben.

Handschutz Allgemeine Anforderungen

EN ISO 21420

Schutzhandschuhe - Allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren

Bekleidung Chemische Risiken

EN ISO 27065

Leistungsanforderungen an Schutzkleidung für die Anwender von Pflanzenschutzmitteln sowie Personen für Nachfolgearbeiten

Die Norm beschreibt drei Leistungsklassen, die den Schutzgrad gegen chemische Einwirkungen definieren:

Leistungsklassen im Überblick

Klasse Risikostufe Schutzwirkung & Anwendung
C1 Geringes Risiko Materialien und Nähte weisen eine Mindestbeständigkeit gegen die Penetration von Flüssigkeiten auf. Nicht für Anwendungen mit konzentrierten Lösungen geeignet.
C2 Mittleres Risiko Material und Nähte müssen eine höhere Schutzwirkung als bei Stufe C1 aufweisen. Nicht für Anwendungen mit konzentrierten Lösungen geeignet.
C3 Hohes Risiko Material und Nähte weisen eine minimale Schutzwirkung gegen Permeation auf. Für die Anwendung von konzentrierten und verdünnten Lösungen geeignet.

-> Die Wahl der richtigen Klasse hängt maßgeblich von der Konzentration der verwendeten Chemikalien und der Dauer des Kontakts ab. -> C3 stellt die höchste Schutzstufe innerhalb dieser Klassifizierung dar.

Bekleidung

ISO 14644

Reinräume und zugehörige Reinraumbereiche

Diese Norm regelt Verfahren und System im Reinraum in Bezug auf ihre partikuläre Reinheit, mit besonderem Augenmerk auf luftgetragene Partikel. Die ISO 14644 in 10 Teile unterteilt: Teil 1: Klassifizierung der Luftreinheit anhand der Partikelkonzentration Teil 2: Festlegungen für die Überwachung und periodische Prüfung zum Nachweis der fortlaufenden Übereinstimmung mit ISO 14644-1 Teil 3: Prüfverfahren Teil 4: Planung, Ausführung und Erst-Inbetriebnahme Teil 5: Betrieb Teil 6: Terminologie Teil 7: SD-Module (Reinlufthauben, Handschuhboxen, Isolatoren und Minienvironments) Teil 8: Klassifikation luftgetragener molekularer Kontamination Teil 9: Klassifizierung der partikulären Oberflächenreinheit Teil 10: Klassifizierung der chemischen Oberflächenreinheit Teil 11: - Teil 12: - Teil 13: Reinheit von Oberflächen zur Erreichung definierter Reinheitsgrade hinsichtlich Partikel- und Chemikalienklassifikationen Teil 14: Bewertung der Reinraumtauglichkeit von Geräten durch Partikelkonzentrationen in der Luft Teil 15: Bewertung der Reinraumtauglichkeit von Ausrüstungsgegenständen und Materialien anhand der chemischen Luft- und Oberflächenkonzentration Teil 16: Leitfaden zur Verbesserung der Energieeffizienz von Reinräumen und Reinluftgeräten
Bekleidung Thermische Risiken

IEC 61482-1-2

Schutzkleidung gegen thermische Gefahren eines Lichtbogens

Arbeiten in der Nähe von unter Spannung stehenden Teilen und elektrotechnische Arbeiten bergen die Gefahr von Störlichtbögen. Schutzbekleidung nach dieser Norm verringert die thermische Gefahr durch diese Störlichtbögen. Der Schutz vor elektrischen Schlägen ist jedoch nicht abgedeckt. Es werden 2 Klassen unterschieden: Klasse 1 (4 kA) - Arbeiten unter Spannung - Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens Klasse 2 (7 kA) - Arbeiten unter Spannung - Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens

Öko-Tex® Standard 100

Das Label Öko-Tex® Standard 100 sagt aus, dass alle Bestandteile eines Artikels schadstoffgeprüft und somit gesundheitlich unbedenklich sind. Dies umfasst zum Beispiel Fäden, Knöpfe und Accessoires.

Produktklassen nach Verwendungszweck

Für die Produktklassen im Öko-Tex® Standard 100 werden die Artikel gemäß ihrem Verwendungszweck gebündelt und wie folgt unterteilt:

Klasse Bezeichnung Beschreibung & Beispiele
Klasse 1 Produkte für Babys Produkte für Babys und Kleinkinder. Hier gelten die strengsten Anforderungen und Grenzwerte.
Klasse 2 Produkte mit Hautkontakt Artikel, die direkt auf der Haut getragen werden oder großflächig Kontakt haben (z. B. Blusen, Hemden, Unterwäsche).
Klasse 3 Produkte ohne Hautkontakt Artikel mit minimalem oder keinem Hautkontakt (z. B. Jacken, Westen).
Klasse 4 Ausstattungsmaterialien Vorprodukte oder Zubehör zu Ausstattungszwecken (z. B. Tischwäsche, Vorhänge, Möbelstoffe).

-> Alle Bestandteile müssen die geforderten Kriterien erfüllen, damit das Endprodukt zertifiziert werden kann.
-> Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.oeko-tex.com/de/unsere-standards/standard-100-by-oeko-tex