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Eigenschaften und Hinweise

Nachfolgend haben wir Ihnen die wichtigsten Normen unserer Arbeitsschutzkleidung aufgelistet. Diese geben Ihnen Aufschluss über Eigenschaften sowie Kennzeichnungen.

EN 1073

EN_1073

EN 1073 - Schutzkleidung gegen radioaktive Kontamination

Teil 1: Anforderungen und Prüfverfahren für belüftete Schutzkleidung gegen radioaktive Kontamination durch feste Partikel

Teil 2: Anforderungen und Prüfverfahren für unbelüftete Schutzkleidung gegen radioaktive Kontamination durch feste Partikel

Es werden drei Leistungsklassifizierungen mit einem Sollschutzfaktor gegen das Eindringen von Aerosolen kleiner Partikel (0,6 Mikrometer) unterschieden:

Klasse 1 = Sollschutzfaktor 5
Klasse 2 = Sollschutzfaktor 50
Klasse 3 = Sollschutzfaktor 500

EN 1149

EN 1149 - Schutzkleidung - Elektrostatische Eigenschaften

Beschreibt die Anforderungen an elektrisch leitfähige Bekleidung. Diese Bekleidung ist geerdet, zum Beispiel durch Kombination mit leitfähigen Schuhen, um die Bildung von Funken zu reduzieren und somit auch die Explosionsgefahr. Die Norm unterteilt sich weiter in:

EN 1149-1 Teil 1: Prüfverfahren für die Messung des Oberflächenwiderstandes
EN 1149-2 Teil 2: Prüfverfahren für die Messung des elektrischen Widerstandes durch ein Material (Durchgangswiderstand)
EN 1149-3 Teil 3: Prüfverfahren für die Messung des Ladungsabbaus
EN 1149-5 Teil 5: Leistungsanforderungen an Material und Konstruktionsanforderungen

EN 12477

EN 12477 - Schutzhandschuhe für Schweißer

In der Norm EN 12477 werden Schutzhandschuhe für Handschweißen, Schneiden und verwandte Metallbearbeitungen definiert. Sie erfüllen die Grundnorm EN 420, besitzen jedoch einen deutlich längeren Unterarmschutz, um vor Schweißperlen zu schützen. Die Norm unterscheidet Handschuhe in zwei Typen.

Typ A: Diese Handschuhe erfüllen höhere Anforderungen und sind empfehlenswert für schwere Schweißverfahren

Typ B: Diese Handschuhe bieten eine größere Bewegungsfreiheit und werden bevorzugt beim TIG-Schweißen eingesetzt.

Schweißerhandschuhe müssen klar als Typ A oder B gekennzeichnet sein.

EN 12941

EN 12941  Atemschutzgeräte - Gebläsefiltergeräte mit einem Helm oder einer Haube

Definiert die Mindestanforderungen an Atemschutzsysteme in Kombination mit einem Helm oder einer Haube. Dabei gibt es drei Schutzgrade in Abhängigkeit der Undichtigkeit nach innen (Leckage). Die maximal zulässige Innenleckage beträgt:

Schutzgrad TH1: <15%
Schutzgrad TH2: <2%
Schutzgrad TH3: <0,2%

EN 13034

EN 13034

EN 13034 - Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien

Spezifiziert die Anforderungen an flüssigkeitsdichte oder begrenzt eingesetzte Chemikalienschutzkleidung. Diese Bekleidung schützt vor leichten Spritzern und Aerosolen (z.B. durch Sprays) von Chemikalien, deren Wirkung als geringes Risiko eingestuft wird. Im Falle einer Kontamination der Schutzkleidung bleibt dem Träger dadurch ausreichend Zeit um geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Der Schutz dieser Bekleidung ist also eingeschränkt (Ausrüstung Typ 6 und Typ PB [6]).

EN 13758

EN_13758

EN 13758 - Textilien - Schutzeigenschaften gegen ultraviolette Sonnenstrahlung

In der europäischen Norm EN 13758-2 sind die Anforderungen an die Kennzeichnung von Bekleidung festgelegt, die zum Schutz des Trägers gegen die Belastung durch ultraviolette Sonnenstrahlung vorgesehen ist. Bekleidung, die gemäß EN 13758-2 genormt ist, schützt den Träger vor der UVA- und UVB-Strahlung des Sonnenlichts. Unter gewissen Bedingungen kann die Schutzwirkung der Bekleidung auch verloren gehen. Zum Beispiel wenn die Bekleidung nass oder abgetragen ist. Daher sollte die Kleidung gemäß den Hinweisen auf der Innenseite gepflegt und behandelt werden.

Ermittelt wird der UV-Schutzfaktor UPF (UPF = Ultra Violet Protection Factor) eines Textils. Der Standard EN 13758 verwendet das Sonnenspektrum von Albuquerque (USA), welches annähernd der Sonneneinstrahlung in Südeuropa entspricht.

UPF Bereich
Schutz
% der Abschirmung der UV-Strahlung
Kennzeichnungsklassen
15-24 Gut 93,3 - 95,8 %15, 20
25-39 Sehr gut96 - 97,4 % 25, 30, 35
40-50+ Ausgezeichnet 97,5 - 98+ % 40, 45, 50, 50+

EN 14058

EN 14058 - Schutzkleidung - Kleidungsstücke zum Schutz gegen kühle Umgebungen

Diese europäische Norm legt die Anforderungen an und die Prüfverfahren für die Gebrauchseigenschaften von Kleidungsstücken zum Schutz des Körpers gegen kühle Umgebungen fest. Einsatz der geprüften Kleidung in Umgebung von Lufttemperatur, die -5°C und höher ist. In der Kennzeichnung muss die Klassifizierung des Wärmedurchgangswiderstandes angegeben sein.

Leistungslevel

a Wärmedurchgangswiderstand (RcT Wert)
b Luftdurchlässigkeit (optional)
c Wasserdichtigkeit (optional)
d Wärmeisolation mittels sich bewegender/statischer Puppe (optional)

Wärmedurchgangswiderstand

Der RcT-Wert wird über alle Schichten der Kleidung gemeinsam bestimmt. Es werden 3 Klassen unterschieden:

Wärmewiderstand
RcT in m2.K/W
Klasse 1 0,06 ≤ Rct < 0,12
Klasse 2 0,12 ≤ Rct < 0,18
Klasse 3 0,18 ≤ Rct < 0,25

Luftdurchlässigkeit (optional)

Optional kann die Kleidung auf Luftdurchlässigkeit geprüft werden. Hier werden 3 Klassen unterschieden, wobei die Eignung des Produkts für gewisse Windgeschwindigkeiten gemessen wird. Klasse 3 bietet hierbei den größten Windschutz.
Schutzstufe
Windgeschwindigkeit (WG in m/s)
Klasse 1 WG < 1 m/s
Klasse 2 1 m/s ≤ WG < 5 m/s
Klasse 3 WG 5 ≥ m/s

Wasserdichtigkeit (optional)

Ebenfalls optional ist eine Prüfung der Wasserdichtigkeit nach EN 14058. Dieses Mal werden zwei Klassen unterschieden, wobei Klasse 2 den höchsten Schutz bietet.

Schutzstufe
Wasserdichtigkeit (Wp in Pa)
Klasse 1 8000 Pa ≤ Wp ≤  13.000 Pa
Klasse 2 Wp > 13.000Pa

EN 14126

EN 14126 -Schutzkleidung - Leistungsanforderungen und Prüfverfahren für Schutzkleidung gegen Infektionserreger

Im Umgang mit biologischen Stoffen prüft diese europäische Norm die Schutzfähigkeit des Materials vor biologisch kontaminierten Flüssigkeiten (durch Bakterien). Dabei wird das Material der Schutzbekleidung der mit Bakterien versehenen Flüssigkeit ausgesetzt und getestet, ob Bakterien das Material durchdrungen haben.

Die Norm gliedert sich in folgende Teile

1. Anforderungen an das Material
1.1 Allgemeines
1.2 Mechanische Anforderungen und Anforderungen an die Entflammbarkeit
1.3 Chemische Anforderungen
1.4 Leistungsanforderungen für den Widerstand gegen die Penetration von Infektionserregern
2. Leistungsanforderungen an Nähte, Verbindungen und Verbünde
3. Leistungsanforderungen an den gesamten Anzug
Arten von Schutzkleidung lt. EN 14126:

Typ
Beschreibung
relevante Norm
1a-B, 1b-B, 1c-BgasdichtEN 943-1,
EN 943-2
2-Bnicht gasdichtEN 943-1,
EN 943-2
3-BSchutz gegen Druckbeaufschlagung mit flüssigen ChemikalienEN 14605
4-BSchutz gegen flüssige Aerosole (spraydicht)EN 14605
5-BSchutz gegen luftgetragene feste PartikelISO 13982-1
6-BBegrenzter Schutz gegen flüssige Chemikalien (Sprühnebel)EN 13034

EN 14605

en14605_2005_a1_2009

EN 14605:2005 + A1:2009 - Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien

Die Norm EN 14605 definiert die Leistungsanforderungen an Chemikalienschutzanzüge mit flüssigkeitsdichten (Typ 3) oder spraydichten (Typ 4) Verbindungen zwischen den Teilen der Kleidung, einschließlich der Kleidungsstücke, die nur einen Schutz für Teile des Körpers gewähren (Typen PB [3] und PB [4]).

Typ 3 und 4 bezieht sich dabei auf Kleidung, die mindestens den Rumpf, Arme und Beine schützt (Anzüge oder Overalls).  Die Typen PB3 und PB 4 (Partial Body Protection = Teilkörperschutz) finden Anwendung beispielsweise bei Armstulpen oder Schürzen, die nur einen Teil des Körpers abdecken.

EN 16350

EN 16350 - Schutzhandschuhe - Elektrostatische Eigenschaften

Diese Norm stellt zusätzliche Anforderungen an Schutzhandschuhe, die in explosiven Umgebungen getragen werden, auf. Sie spezifiziert ein Prüfverfahren sowie Anforderungen an die Leistung, Kennzeichnung und Informationen zu elektrostatisch ableitfähigen Schutzhandschuhen, um das Risiko einer Explosion so gering wie möglich zu halten. Diese Norm dient als Grundlage für das Inverkehrbringen von Chemikalienschutzanzügen unter der Richtlinie 89/686/EWG für Persönliche Schutzausrüstung. Hierdurch soll ein einheitliches Sicherheitsniveau festgelegt werden. Mögliche Anwender dieser Norm sind Prüfinstitute, Zertifizierungsstellen und Hersteller.

Mindestanforderungen gemäß EN 16350:

  • Der Durchgangswiderstand muss kleiner 100 Megaohm sein (Rv < 1,0 x 108 Ω).
  • Geprüft wird der Durchgangswiderstand Rv nach EN 1149-2.
  • Die Prüfatmosphäre zur Bestimmung des Durchgangswiderstands muss sich zusammensetzen aus einer Lufttemperatur von 23 ± 1 °C und einer relativen Luftfeuchte von 25 ± 5 %.
  • Gemessen werden fünf Proben und jeder einzelne Messwert muss den Grenzwert einhalten

EN 17353

EN 17353 - Schutzkleidung – Ausstattung zur erhöhten Sichtbarkeit für mittlere Risikosituationen

Kleidung mit einer DIN EN 17353 Zertifizierung weißt dem Träger eine erhöhte Sichtbarkeit aus. Sie ähnelt damit damit der Norm EN ISO 20471 Warnschutz, besitzt jedoch den entscheidenden Unterschied, dass sie jedoch nur für Einsätze mit mittlerem Risiko gedacht ist. Sie ersetzt die Normen EN 1150 und EN 13356.
Innerhalb der Norm werden zwei Typen unterschieden: Typ A ist ausschließlich zur Anwendung bei Tageslicht und Typ B ausschließlich zur Anwendung bei Dunkelheit und Dämmerung vorgesehen. Typ B unterteil sich noch einmal in 3 Typen (B1-B3). Hiermit wird unterschieden, ob die Bewegung oder die Silhouette sichtbar gemacht wird. 
Typen
Einsatzgebiet
Anforderung
Typ ANur bei TageslichtNur fluoreszierendes Material
Typ BNur bei DunkelheitNur retroreflektierendes Material
Typ ABTageslicht, Dämmerung und Dunkelheitfluoreszierendes & retroreflektierendes  Material

Beide Typen sind auch als Kombination Typ AB möglich. Die Wirkung ist hier dennoch niedriger als bei EN ISO 20471.
Unterteilung Typ B
Typ
Anbringungsform
Visualisierung
B1Frei hängende AnbringungErkennen von Bewegung
B2Anbringung an den GliedmaßenErkennen von Bewegung
B3Anbringung auf Torso und/oder GliedmaßenErkennen der Silhouette

EN 149

EN 149 - Atemschutzgeräte - Filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikel

Gibt die Anforderungen an filtrierenden Halb- und Vollmasken zum Atemschutz vor. Halbmasken bedecken den Mund und die Nase, während Vollmasken das ganze Gesicht umfassen. Die Schutzklasse der Maske werden anhand der maximalen Arbeitsplatzkonzentration (= MAK-Wert) differenziert:
FFP1: Halbmasken mit Schutz bis zum 4-fachen der maximal erlaubten Arbeitsplatzkonzentration.
FFP2: Halbmasken mit Schutz bis zum 10-fachen der maximal erlaubten Arbeitsplatzkonzentration (Vollmasken bis zum 15-fachen).
FFP3: Halbmasken mit Schutz bis zum 30-fachen der maximal erlaubten Arbeitsplatzkonzentration (Vollmasken bis zum 400-fachen).

EN 343

EN 343

EN 343:2019 - Schutzkleidung - Schutz gegen Regen

Definiert die Anforderungen für Bekleidung zum Schutz vor Regen. Dafür wird die Wasserdichtheit und die Atmungsaktivität ermittelt und in drei Klassen eingeteilt, von denen 3 die höchste Stufe ist:

Wasserdurchgangswiderstand:

Klasse 1: -
Klasse 2: > 800 mmH2O
Klasse 3: > 1.300 mmH2O
Klasse 4: >= 20.000 mmH2O

Wasserdampfdurchgangswiderstand:

Klasse 1: Ret über 150
Klasse 2: < 20 Ret ≤ 40
Klasse 3: Ret < 20
Klasse 4: Ret < 10

R oder X: R bedeutet, das Produkt wurde auf Beregnung von oben getestet, X bedeutet dieser Test wurde nicht durchgeführt.

EN 381

EN 381 - Schutzkleidung für die Benutzer von handgeführten Kettensägen

Teil 1: Prüfstand zur Prüfung des Widerstandes gegen Kettensägen-Schnitte
Teil 2: Prüfverfahren für Beinschutz
Teil 3: Prüfverfahren für Schuhwerk
Teil 4: Prüfverfahren für Schutzhandschuhe für Kettensägen
Teil 5: Anforderungen an Beinschutz

Typ A: Ist ein Frontschutz, der jedes Bein teilweise (180°) und extra 5 cm zum Innenteil des rechten Beines und 5cm des Außenteil des rechten Beines abdeckt.

Typ B: Identisch mit Typ, besitzt zusächlich 5 cm extra Schutz an der Innenseite des linken Beines.

Typ C: Bedeckt jedes Bein rundum. Der Schutz beginnt beim Saum des Hosenbeins und endet vonr 20 cm über dem Schritt und hinter min 50 cm unter dem Bund.

Teil 7: Anforderungen an Schutzhandschuhe für Kettensägen
Teil 8: Prüfverfahren für Schutzgamaschen für Kettensägen
Teil 9: Anforderungen an Schutzgamaschen für Kettensägen
Teil 10: Prüfverfahren für Oberkörperschutzmittel
Teil 11: Anforderungen für Oberkörperschutzmittel

Für sowohl die Vorder- als auch die Rückseite der Jacke definiert der Standard eine Mindestfläche der Schutzeinlage auf den Schultern, den Ärmeln und der Brust. Auf der Vorderseite der Ärmel muss die Schutzeinlage mindestens 80% der Gesamtoberfläche bedecken und die nicht geschützte Oberfläche der Ärmel darf nicht mehr als 70 mm sein (gemessen ab dem Ärmelsaum).

EN 388

EN 388:2016 + [a.b.c.d.e.f] - Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken

a
► Abriebfestigkeit
0 bis 4
b► Schnittfestigkeit0 bis 5
c► Weiterreißfestigkeit0 bis 4
d► Durchstichfestigkeit0 bis 4
e► Schnittfestigkeit (gerade Klinge)A bis F
f► StoßschutzprüfungP

Zwischen den beiden Varianten des Schnittschutzes (gerade bzw. runde Klinge) gibt es wesentliche Unterschiede im Testverfahren und den daraus resultierenden Ergebnissen. Da die Ergebnisse zwischen beiden Verfahren sehr unterschiedlich ausfallen, müssen auch die Testwerte unabhängig voneinander betrachtet werden.

Dabei ist das Testverfahren mit runden Klingen besser geeignet, um den Schutz bei Arbeiten mit leichten, scharfen Gegenständen einzuschätzen, während der Test mit geraden Klingen für Arbeiten mit unterschiedlichen Krafteinwirkungen bzw. stoßartigen Risiken bessere Einschätzungen liefert.

EN 407

EN 407:2004 + [a.b.c.d.e.f] - Schutz vor thermischen Gefahren

Geprüft wird innerhalb dieser Norm auf den Schutz von Handschuhen von Risiken durch thermische Risiken. Hierzu zählen unter anderem Kontaktwärme, Strahlungswärme sowie Spritzer. Inhalt des Tests sind die folgenden Kriterien:

a
► Brennverhalten
0 bis 4
b► Kontakthitze0 bis 4
c► Konvektionshitze0 bis 4
d► Strahlungshitze0 bis 4
e►Kleine Spritzer geschmolzenen Metalls0 bis 4
f►Große Mengen geschmolzenen Metalls0 bis 4

Höhere Werte kennzeichnen ein besseres Testergebnis. Der Wert „X“ signalisiert, dass der Handschuh nach diesem Kriterium nicht getestet wurde. Bei einem Wert <3 darf solch ein Handschuh nicht mit offenem Feuer in Kontakt kommen.

EN 420

EN 420 - Grundnorm für Schutzhandschuhe

Innerhalb dieser Norm werden die allgemeinen Anforderungen an Schutzhandschuhe festgelegt. Diese Anforderungen beinhalten Gestaltungsgrundsätze, Konfektionierung, Materialwiderstände gegen Wasserdurchdringung, Unschädlichkeit, Komfort, Leistungsvermögen, Herstellerkennzeichnungen sowie die vom Hersteller zu liefernden Informationen.

EN 421

EN 421 - Schutzhandschuhe gegen ionisierende Strahlung und radioaktive Kontamination

Die Europäische Norm EN 421 legt die Anforderungen und Prüfverfahren von Schutzhandschuhen gegenüber ionisierender Strahlung und radioaktiver Kontamination fest.
Anforderungen der Norm EN 421
  • flüssigkeitsdicht sowie Bestehen des Penetrationstests gemäß EN ISO 374
  • Bestehen der Luftdruck-Dichtheitsprüfung und muss einen hohen Widerstand gegen das Eindringen von Wasserdampf bieten
  • Zum Schutz vor ionisierender Strahlung müssen Handschuhe der EN 421 einen bestimmten Anteil an Blei oder eines gleichwertigen Metalls enthalten

EN 455

EN 455 - Medizinische Handschuhe zum einmaligen Gebrauch

Damit Einweghandschuhe für den Gebrauch im medizinischen Bereich zugelassen werden, müssen sie den Anforderungen der EN 455 gemäß Richtlinie 93/42/EWG entsprechen. Diese Norm ist in vier Teile untergliedert:

455-1 - Dichtheit

Der erste Teil (EN 455-1) befasst sich damit, ob ein Einmalhandschuh dicht ist. Hierfür werden stichprobenartig 1000 ml Wasser mit einer Temperatur von 15 bis 35 Grad Celsius für zwei bis drei Minuten in den Einmalhandschuhe gefüllt. Diese Wasserdurchlässigkeitsprüfung erfolgt zwei Mal. Zunächst wird unmittelbar nach der Befüllung mit Wasser geschaut, ob Wasser aus dem Handschuh austritt. Nach 2 bis 3 Minuten wird ein weiteres Mal geprüft, ob der Einweghandschuh immer noch dicht ist. Auf diese Weise wird der gesamte Handschuh bis auf die letzten 4 cm am Stulpenrand überprüft.
Eine Undichtigkeit am Stulpenrand ist wenig problematisch, da in der Regel nur die Handflächen bzw. Finger mit ggf. kontaminierten Flächen und Gegenständen in Berührung kommen. Das Accepted Quality Level (= akzeptiertes Qualitätsniveau) muss bei medizinischen Handschuhen bei mindestens 1.5 liegen (AQL 1.5) Auch dieses Qualitätsniveau wird mithilfe einer angemessenen Stichprobe getestet.

455-2: physikalische Eigenschaften

Im Rahmen des zweiten Teils der Norm (EN 455-2) werden die physikalischen Charakteristika des Handschuhs überprüft. Hierzu zählen die Maße sowie die Reißfestigkeit des Einmalhandschuhs. Damit ein Einmalhandschuh offiziell der Europäischen Norm 455 entspricht, müssen jeder hergestellten Charge mindestens 13 Handschuhe zur Probe entnommen werden.

455-3: Biologische Bewertung - Puder, Chemikalien, Endotoxine

Die Tests bezüglich des dritten Teils der Europäischen Norm 455 (EN 455-3) informieren darüber, ob und inwiefern in dem Handschuh Endotoxine, Puder, Chemikalien und herauslösbare Proteine vorhanden sein dürfen.
Dieser dritte Teil der EN 455 gibt zum einen Grenzwerte für Chemikalien, Endotoxine etc. vor, die nicht überschritten werden dürfen, wenn ein Handschuh dieser Norm entsprechen und somit für den medizinischen Einsatz zugelassen werden soll.
Zusätzlich werden in der EN 455-3 auch die entsprechenden Prüfverfahren beschrieben, anhand derer ein Hersteller bzw. der zuständige Prüfer den Protein-, Chemikalien- und Endotoxingehalt eines Handschuhs testen soll.
Da ein Handschuh nach diesen Tests nicht mehr verkauft werden kann, wird nicht jeder einzelne Handschuh geprüft, sondern Stichproben.

455-4: Haltbarkeitsdauer

Der vierte Teil der EN455 (EN 455-4) befasst sich mit der Haltbarkeitsdauer der Einmalhandschuhe. Diese beträgt nach dem Produktionsdatum in der Regel fünf Jahre.
Um bereits kurz nach der Herstellung ein realistisches Haltbarkeitsdatum angeben zu können, wird nach der Herstellung zunächst eine beschleunigte Bestimmung der Haltbarkeitsdauer durchgeführt. Hierzu wird in einem speziellen Ofen eine Alterung des Handschuhs simuliert. Danach hat der Einmalhandschuh sehr ähnliche, wenn nicht gleiche Charakteristika wie der Handschuh nach drei Jahren haben würde. Nach dieser beschleunigten Alterung wird der Einmalhandschuh erneut auf Dichtheit (EN455-1) sowie Reißfestigkeit (EN455-2) überprüft. Zudem wird geprüft, ob sich der Einweghandschuh noch für den vorgesehenen Einsatzzweck eignet. Besteht der Handschuh diese drei Tests, kann vorläufig gesagt werden, dass der Handschuh drei Jahre lang haltbar ist.
Ob ein Einmalhandschuh letztlich 5 Jahre haltbar ist, wird nach Ablauf der Zeit erneut mit Handschuhen überprüft, die tatsächlich fünf Jahre alt sind. Auch hier werden wieder die Tests der EN 455-1 und der EN 455-2 angewandt sowie die Überprüfung zur Eignung für ihren Einsatzzweck.
Bei sterilen Einmalhandschuhen wird zudem überprüft, ob die Sterilverpackung nach fünf Jahren noch unversehrt ist. Die Haltbarkeitsdauer muss gut erkennbar auf der kleinsten Verpackungseinheit, d.h. auf der Handschuhbox, zu sehen sein. Es ist wichtig, dass die Angaben über die Haltbarkeitsdauer auch nach den fünf Jahren noch lesbar sind. Des Weiteren ist es notwendig, dass auf den Handschuhboxen über die richtige Lagerung informiert wird. Dies geschieht in der Regel mithilfe von einfachen, bildlichen Darstellungen (Piktogramme).

EN 511

EN 511:2006 - Schutzhandschuhe gegen Kälte

Die nachstehenden Kriterien geben Auskunft darüber, wie gut ein Handschuh Ihre Hände bei Arbeiten in kalten Umgebungen schützt:

► Konvektive Kälte: 0 bis 4
► Kontaktkälte: 0 bis 4
► Wasserdichtigkeit: 0 bis 1

Höhere Werte kennzeichnen ein besseres Testergebnis. Der Wert „X“ signalisiert, dass der Handschuh nach diesem Kriterium nicht getestet wurde.

EN 531

EN 531 - Schutzkleidung – Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen

Bei kurzem Kontakt mit Flammen und mindestens einer Art von Hitze, ist Kleidung geeignet, die nach dieser europäischen Norm geprüft wurde. Unterschieden wird dabei zwischen folgenden Hitzearten:
Begrenzte Flammenausbreitung: A
Schutz vor Konvektionshitze: B1 – B5
Schutz vor Strahlungshitze: C1 – C4
Schutz gegen flüssiges Eisen: E1 = 60g – 120g
Schutz gegen flüssiges Eisen: E2 = 121g – 200g
Schutz gegen flüssiges Eisen: E3 >= 201g
Mittlerweile wurde die EN 531 durch die EN ISO 11612 ersetzt.

EN ISO 374

EN ISO 374 - Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen

In der Norm (EN) 374 sind die Anforderungen definiert, die ein Handschuh erfüllen muss, um als Chemiekalienschutzhandschuh zu gelten. Diese ist in 5 teile untergliedert.

Teil 1: Terminologie und Leistungsanforderungen für chemische Risiken (ISO 374-1:2016)

In der Norm DIN EN ISO 374-1 sind Anforderungen an Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien festgelegt. Sie gilt in Verbindung mit der Grundnorm DIN EN 420 (allgemeine Anforderungen). Insgesamt werden drei Leistungstypen unterschieden:

Typ A: mindestens Leistungsstufe 2 gegen mindestens sechs Prüfchemikalien aus der Liste von 18 Chemikalien
Typ B: mindestens Leistungsstufe 2 gegen mindestens drei Prüfchemikalien aus der Liste aus der Liste von 18 Chemikalien.
Typ C: mindestens Leistungsstufe 1 gegen mindestens eine Prüfchemikalien aus der Liste von 18 Chemikalien.

Sie sind auf dem Handschuh deutlich gekennzeichnet durch das Piktogramm Erlenmeyerkolben in Kombination mit der Typenbezeichnung. Unter dem Erlenmeyer-Piktogramm geben Kennbuchstaben an, gegen welche Chemikalien der Handschuh geprüft ist.

A Methanol G Diethylamin
B Aceton H Tetrahydrofuran
C Acetonitril I Ethylacetat
D Dichlormethan J n-Heptan
E Kohlenstoffdisulfid K Natriumhydroxid 40%
F Toluol L Schwefelsäure 96%

Darüber hinaus ist 2016 (EN ISO 374-1:2016: Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien und Mikroorganismen - Teil 1: Terminologie und Leistungsanforderungen für chemische Risiken) veröffentlicht worden. Dabei wurden die Kennungen von den Buchstaben M - T erweitert:

M Salpetersäure 65% P Wasserstoffperoxid 30%
N Essigsäure 99% S Flusssäure 40%
O Ammoniakwasser 25% T Formaldehyd 37%

Teil 2: Bestimmung des Widerstandes gegen Penetration

Der zweite Teil der Norm (EN 374-2) gibt Aufschluss über die Widerstandsfähigkeit des Handschuhs gegenüber der Penetration von Chemikalien. Hierfür wird der Handschuh einerDichtheitsprüfung unterzogen. Diese beinhaltet eine Wasser-Leck-Prüfung und/oder eine Luft-Leck-Prüfung. Hierbei wird der Handschuh mit Luft oder Wasser gefüllt und so überprüft, ob eines der Füllmittel austritt. Vor den Neuerungen der Europäischen Norm 374 wurde diese Wasser- bzw. Luftdichtheit mit dem Becherglas-Piktogramm gekennzeichnet.

Teil 3: Bestimmung des Widerstandes gegen Permeation von Chemikalien

Die EN 374-3 verweist seit 2016 auf die EN 16523-1. Mit dem in dieser Norm beschriebenen Testverfahren wird geprüft, wie lange ein Chemikalienschutzhandschuh mindestens drei verschiedenen Prüfchemikalien standhalten kann.

Teil 4: Bestimmung des Widerstandes gegen Degradation durch Chemikalien

Diesen Teil der Norm gibt es seit 2014 und befasst sich mit der Frage, inwieweit sich die mechanisch-physikalischen Materialeigenschaften im Kontakt mit den Prüfchemikalien verändern (Degradation).
Bei diesem Messverfahrens wird ein Handschuh einem einstündigen Dauerkontakt mit einer der 18 flüssigen Prüfchemikalien ausgesetzt. Anschließend wird geprüft, inwiefern sich die Durchstichfestigkeit verändert hat. Solch ein Ergebnis ist primär für diejenigen Anwender relevant, die derlei Durchbruchzeiten voll ausreizen oder die Handschuhe mehrfach tragen möchten.

Teil 5: Terminologie und Leistungsanforderungen für Risiken durch Mikroorganismen

Man unterscheidet zwei Arten von Schutzhandschuhen gegen Mikroorganismen:
  1. Schutzhandschuhe gegen Bakterien und Pilze
  2. Schutzhandschuhe gegen Bakterien, Pilze und Viren
Sie sind auf dem Handschuh deutlich gekennzeichnet durch das Piktogramm "Schutz gegen Mikroorganismen". Beim Schutz gegen Viren ist unter dem Piktogramm der Schriftzug "VIRUS" angebracht. Hier wurde die Dichtheit gegen die Durchdringung durch das Bakteriophage Phi-X174 überprüft.

EN ISO 11393

EN ISO 11393 - Schutzkleidung für die Benutzer von handgeführten Kettensägen

Die Norm EN ISO 11393 (ersetzt die EN 381) befasst sich mit Schutzkleidung für handgeführte Kettensägen. Sie ist in verschiedene Teile (oder Ausführungen), je nach Körperteil, untergliedert.

EN ISO 11393-2 - Beinschutz

Dieser Teil spezifiziert die Anforderungen an Beinschutz und definiert drei Typen (oder Designs) der Beinschutzkleidung, je nachdem Art des Schutzes: 
Typ A (Frontschutz): bedeckt jedes Bein teilweise (180°) und extra 5 cm zum inneren Teil des rechten Beines und 5 cm des äußeren Teils des linken Beines. Die Schutzeinlage beginnt bei max. 5 cm ab dem Untersaum des Hosenbeines und endet 20 cm über dem Schritt.
Typ B: beschreibt den Schutz durch Schnittschutzbeinstöße
Typ C: hier wird jedes Bein rundum (360°) mit Schutzeinlagen geschützt. Der Schutz beginnt bei max. 5 cm Untersaum des Hosenbeines des Beines und endet vorne auf min. 20 cm über dem Schritt, und hinten auf min. 50 cm unter dem Bund.

EN ISO 11393-4 - Schutzhandschuhe

Bei dieser Norm werden zwei Designs unterschieden:
1. Handrücken (Fingerhandschuh): mindestens 110 mm breit und mindestens 120 mm hoch
2. Handrücken + 4 Finger (Fäusling): mindestens 110 mm breit und mindestens 190 mm hoch

EN ISO 11393-5 - Schutzgamaschen

Schutzgamaschen dienen der Überbrückung von der Stahlkappe des Sicherheitsschuhs bis hin zur Oberfläche des Kettensägenschutz an Beinen. Diese werden in 4 Klassen unterteilt, die sich an der Kettengeschwindigkeit orientieren.

Klasse 0 (nicht mehr erlaubt) 16 m/s
Klasse 1 20 m/s
Klasse 2 24 m/s
Klasse 3 28 m/s

EN ISO 11393-6 - Oberkörperschutz

Auch hier werden 2 Designtypen unterschieden.

Typ 1: Auf der Vorderseite der Ärmel muss die Schutzeinlage mindestens 80% der Gesamtoberfläche bedecken und die nicht geschützte Oberfläche der Ärmel darf nicht mehr als 70 mm sein (gemessen ab dem Ärmelsaum).
Typ 2: Dieser Typ entspricht dem Typ 1, besitzt jedoch zusätzlich einen Bauchschutz.

Auch hier gelten die vier zuvor genannten Klassen.

EN ISO 11611

EN ISO 11611 - Schutzkleidung für Schweißen und verwandte Verfahren

Beim Schweißen und dazu verwandten Verfahren schützt Bekleidung mit der Norm EN ISO 11611 gegen kleine Spritzer flüssigen Metalls, kurzer Kontakt mit Flammen, strahlende Hitze von Lichtbögen und Schweißperlen sowie begrenzten elektrischen Ladungen.

Es werden grundsätzlich zwei Klassen unterschieden:

Klasse 1: bietet eine Beständigkeit bei Metallspritzern bis zu einer Temperaturerhöhung um 40 K auf der Probenrückseite: 15 bis 24 Tropfen und Wärmedurchgangsindex RHTI >/= 7s.
Klasse 2: bietet eine Beständigkeit gegenüber Metalltropfen bis zu einer Temperaturerhöhung um 40 K auf der Probenrückseite: >/= 25 Tropfen und Wärmedurchgangsindex >/= 16s.

Der zusätzliche Buchstabe A im Piktogramm gibt Aufschluss über die Beflammung von Materialien und Nähten nach EN ISO 15025.

A1: Flächenbeflammung 10 Sekunden
A2: Kantenbeflammung 10 Sekunden

EN ISO 11612

EN ISO 11612 - Schutzkleidung – Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen

Bei kurzem Kontakt mit Flammen und mindestens einer Art von Hitze, ist Kleidung geeignet, die nach dieser europäischen Norm geprüft wurde. Der Schutz vor Hitze wird dabei zwischen folgenden Hitzearten unterschieden:
Begrenzte Flammenausbreitung A
Konvektionshitze B1 – B3
Strahlungshitze C1 – C4
Flüssige Aluminiumspritzer D1 – D3
Flüssige Eisenspritzer E1 – E3
Kontakthitze F1 – F3

EN ISO 13688

EN ISO 13688 - Schutzkleidung - Allgemeine Anforderungen

In der Norm EN ISO 13688 werden allgemeine Leistungsanforderungen an Ergonomie, Sicherheit, Größenbezeichnung, Alterung, Verträglichkeit und Kennzeichnung von Schutzkleidung sowie die vom Hersteller mit der Schutzkleidung zu liefernden Informationen festgelegt.
Sie wird immer in Kombination mit anderen Normen angewendet und qualifiziert allein nicht als Schutz.

EN ISO 13982

EN 13982

EN ISO 13982 - Schutz gegen feste Partikel (partikeldicht)

Teil 1: Leistungsanforderungen an Chemikalienschutzkleidung, die für den gesamten Körper Schutz gegen luftgetragene feste Partikel gewährt.

Teil 2: Teil 2: Prüfverfahren zur Bestimmung der nach innen gerichteten Leckage von Aerosolen kleiner Partikel durch Schutzanzüge (ISO 13982-2:2004)

EN ISO 14116

EN 14116

EN ISO 14116 - Schutz gegen Flammen

Materialien, Materialkombinationen und Kleidung mit begrenzter Flammenausbreitung.

Index 1: Schutz vor Flammenausbreitung, brennendes Abtropfen, Nachglimmen
Index 2: Schutz vor Flammenausbreitung, brennendes Abtropfen, Nachglimmen, Lochbildung
Index 3: Schutz vor Flammenausbreitung, brennendes Abtropfen, Nachglimmen, Lochbildung, Nachbrennen


EN ISO 20344

EN ISO 20344 - Persönliche Schutzausrüstung - Prüfverfahren für Schuhe

EN ISO 20345

EN ISO 20345 - Persönliche Schutzausrüstung - Sicherheitsschuhe

Besteht die Gefahr sich beim Arbeiten die Füße zu verletzen, sollten Schuhe nach dieser Norm getragen werden. Neben den festen Anforderungen zum Schuh-Material und an die Zehenkappe werden die Schuhe in fünf Kategorien unterteilt:
  • S1 antistatisch, stoßabsorbierende Sohle (200 Joule), geschlossener Fersenbereich
  • S2 wie S1 mit wasserabweisendem Schaft
  • S3 wie S2 mit durchtrittsicherer Zwischensohle
  • S4 wie S1 mit wasserabweisendem Schaft aus polymerem Material
  • S5 wie S4 mit Stahlzwischensohle
  • (SB Regulärer Schuh mit Schutzkappe)

Optionale Zusatzangaben

  • A: Antistatisch
  • E: Energieabsorbierender Fersenbereich
  • FO: Kohlenwasserstoffbeständige Schuhe
  • P: Durchtrittsichere Zwischensohle
  • HRO: Hitzebeständige Laufsohle
  • CI: Kältebeständige Sohle
  • HI: Hitzebeständige Sohle
  • WR: Wasserdichter Schuh
  • WRU: Wasserdichtes Schaftmaterial
  • M: Umfassender Schutz des Mittelfußes
  • CR: Schnittschutzschaft
  • SRA: Rutschhemmend bei Wasser und Reinigungsmitteln auf Keramik
  • SRB: Rutschhemmend bei Glycerin auf Stahl
  • SRC: SRA und SRB sind erfüllt

EN ISO 20471

EN ISO 20471 - Hochsichtbare Warnbekleidung

Für Situationen in denen im Straßenverkehr, beziehungsweise in Verkehrsnähe, ein hohes Risiko besteht, übersehen zu werden, sorgt Bekleidung nach dieser Norm für eine bessere Sichtbarkeit. Gegenüber der EN 471 wurde für eine bessere Rundumsichtbarkeit gesorgt, indem das reflektierende Material rund um den Torso und die Arme angebracht werden muss. Dank dieser Designvorschrift sind Träger dieser Bekleidung auch bei Nacht besser als Personen zu erkennen.
Die Einstufung erfolgt in den Klassen 1 bis 3, wobei die Klasse 3 die beste Sichtbarkeit repräsentiert und ist somit auch für schnell fließenden Verkehr geeignet.
Beachten Sie bitte, dass die Einstufung teilweise an die Bedingung geknüpft ist, dass die restliche Bekleidung ebenfalls eine Mindestsichtbarkeit nach EN 20471 erreicht.
Mindestfläche des sichtbaren Materials in qm.
Kleidung Klasse 3
Kleidung Klasse 2
Kleidung Klasse 1
Hintergrundmaterial0,80,50,14
Retroreflektierendes Material0,20,130,1
Material mit kombinierten Eigenschaftenn.a.n.a.n.a.
ANMERKUNG: Die Klasse der Kleidung richtet sich nach der kleinsten Fläche des sichtbaren Materials.

EN ISO 21420

EN ISO 21420 - Schutzhandschuhe - Allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren

IEC 61482-1-2

iec61482-1-2

IEC 61482-1-2 - Schutzkleidung gegen thermische Gefahren eines Lichtbogens

Arbeiten in der Nähe von unter Spannung stehenden Teilen und elektrotechnische Arbeiten bergen die Gefahr von Störlichtbögen. Schutzbekleidung nach dieser Norm verringert die thermische Gefahr durch diese Störlichtbögen. Der Schutz vor elektrischen Schlägen ist jedoch nicht abgedeckt.

Es werden 2 Klassen unterschieden:

Klasse 1 (4 kA) - Arbeiten unter Spannung - Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens
Klasse 2 (7 kA) - Arbeiten unter Spannung - Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens

DEKRA Standard

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DEKRA Standard FRM 90.166.0

Öko-Tex® Standard 100

oeko-tex

Was sagt das Label aus?

Das Label Öko-Tex® Standard 100 sagt aus, dass alle Bestandteile eines Artikels schadstoffgeprüft und somit gesundheitlich unbedenklich sind. Dies sind zum Beispiel Fäden, Knöpfe und Accessoires.

Welche Produktklassen gibt es?

Für die Produktklassen im Öko-Tex® Standard 100 werden die Artikel gemäß ihrem Verwendungszweck gebündelt, diese werden wie folgt unterteilt:

Produktklasse 1: Produkte für Babys. Hier gibt es die strengsten Anforderungen und Grenzwerte.
Produktklasse 2: Produkte mit Hautkontakt. Gemeint sind Artikel, die entweder direkt auf der Haut getragen werden oder mit der Haut in Kontakt kommen, wie Blusen, Hemden oder Unterwäsche.
Produktklasse 3: Produkte ohne Hautkontakt. Darunter sind Artikel zu verstehen, die minimalen oder keinen Hautkontakt haben, wie jacken oder Westen.
Produktklasse 4: Ausstattungsmaterialien. Hierunter werden Artikel wie Vorprodukte oder Zubehöre zusammengefasst, die zu Ausstattungszwecken verwendet werden. Dies kann Tischwäsche, Vorhänge oder Möbelstoffe sein.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.oeko-tex.com/de/unsere-standards/standard-100-by-oeko-tex